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Bundesamt für Landestopografie swisstopo
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1809 - 1899

1899

Die Kupferstecher werden im alten Gebäude der Mobiliarversicherung an der Amthausgasse untergebracht (bis 1901). Hier wird ebenfalls die erste hauseigene Werkstatt für Galvanoplastik eingerichtet.


1898

Ende der Seetiefenlotungen (seit 1866).
Beginn der systematischen Untersuchungen der Landesgrenze in vermessungstechnischer Hinsicht.


1897

Provisorische Einrichtung der Galvanoplastik.


1896

Wegen Platznot werden die Kupferstecher im «Bärenhöfli» an der Zeughausgasse 41 untergebracht (bis 1899).
Ende der Versuche mit terrestrischer Fotogrammetrie (seit 1892). Das Verfahren wird nur für gewisse Spezialfälle empfohlen.


1895

Abschluss der Aufnahmen und Revisionen für die Erstausgabe der «Siegfriedkarte».


1894

Das Parlament beschliesst die Publikation einer Schulwandkarte, die in den folgenden Jahren im Eidgenössischen Topographischen Bureau bearbeitet wird.


1893

Beginn des so genannten eidgenössischen Versicherungs-Nivellements (bis 1903), das zum Zweck hat, die verlorenen oder unsicher gewordenen Fixpunkte neu zu bestimmen.


1892

Das Eidgenössische Topographische Bureau bezieht Räume im Bundeshaus-Ost, von wo sie sich sukzessive auf vier weitere Lokalitäten ausdehnt (bis 1904).
Beginn der Versuche mit terrestrischer Fotogrammetrie (bis 1896).


1890

Ende der Triangulation eines Netzes erster Ordnung (seit 1863).


1889

Das Eidgenössische Topographische Bureau bezieht Räume der ehemaligen Blindenanstalt an der Lorrainestrasse 3 sowie weitere Standorte (bis 1892).
Ein hauseigenes fotografisches Reproduktionsatelier wird angegliedert und 1890 im Untergeschoss des Hotels Bellevue an der Inselgasse 5 (heute: Kochergasse 5) in Betrieb genommen.


1887

Erstmals werden Karten mit Reliefschattierung publiziert (Blätter Oberland I und Jaun-Thun 1:50 000).


1886


Erste Proben mit fotografischer Übertragung des Kartenbildes auf Stein, Zink oder Kupfer.


1883

Ende des Präzisionsnivellements (seit 1864) mit einer Totallänge von 4300 km. Publikation bis 1891.


1882

Jean-Jacques Lochmann wird Chef (bis 1900) als Nachfolger von Jules Dumur (seit 1880).


1881

Basismessungen von Weinfelden und Bellinzona im Rahmen der mitteleuropäischen Gradmessung.


1880

Jules Dumur wird Chef (bis 1882) als Nachfolger von Hermann Siegfried (1865 - 1879). Das Eidgenössische Topographische Bureau wird vom Eidgenössischen Stabsbureau abgetrennt und dem Geniekommando unterstellt.
Das Eidgenössische Topographische Bureau bezieht Räume im Verwaltungsgebäude der Bernischen Jurabahn [ab 1884: Jura-Bern-Luzern-Bahn] (heute: Generaldirektion SBB, Hochschulstrasse 6) (bis 1889). Wegen Platzmangel arbeiten aber einige Angestellte bei sich zu Hause.
Basismessung von Aarberg durch den spanischen General Ibañez im Rahmen der mitteleuropäischen Gradmessung.


1879

Hermann Siegfried berechnet die Höhe des Fixpunktes R.P.N. in Genf als Ausgangspunkt der Höhenmessung auf Grund der Präzisionsnivellemente (aber mit der alten Referenzhöhe des Chasserals aus dem Jahr 1840) zu 376,86 m ü. M. (auch bekannt als «alter Horizont»). Dieser Wert gilt für alle publizierten Blätter der «Siegfriedkarte».
Rudolf Leuzinger erhält den Auftrag, eine Karte 1:500 000 zu lithografieren. Die Karte ist allerdings nie im Verlag des Eidgenössischen Topographischen Bureaus erschienen.


1878

Publikation der Übersichtskarte 1:1 Mio.


1877

Erstmals werden Kupferstecher angestellt. Zuvor war die «Siegfriedkarte» durch das Privatgewerbe gestochen worden.


1876

Bundesgesetz betreffend die Oberaufsicht über die Forstpolizei. Durch das Eidgenössische Topographische Bureau werden 70 Operate der Triangulation 4. Ordnung vermessen (bis 1902).
Wegen des Neubaus der Berner Sternwarte wird der Koordinatennullpunkt (heute: Koordinatenursprung 600 000 / 200 000) versichert und neu eingemessen.


1874

Für die Landesvermessung und Landesaufnahme kommt der Begriff «Landestopographie» auf (Militärorganisation 1874).


1873

Publikation des letzten Blattes (Nr. IV) der Generalkarte 1:250 000.


1871

Japanpapier wird für den Steindruck eingesetzt (bis 1904).


1870

Publikation der ersten 13 Blätter des Topographischen Atlas 1:25'000 und 1:50 000, genannt «Siegfriedkarte».


1869

Beginn der Neuaufnahmen auf Grund des Gesetzes von 1868.


1868

Auf Drängen des Schweizerischen Alpen-Clubs wird ein Gesetz über die Fortsetzung und die Publikation der Originalaufnahmen angenommen.
Eine eigene Verwaltungs-Buchhaltung wird eingeführt. Bereits Guillaume Henri Dufour hatte Aufzeichnungen über die Kosten und Ertrag der «Dufourkarte» gemacht.


1867

Publikation des ersten Blattes (Nr. II) der Generalkarte 1:250 000.
Das Eidgenössische Topographische Bureau bezieht Räume der Eidgenössischen Bank am Bubenbergplatz 3 (bis 1880).


1866

Erstmals gelingt es, auf galvanischem Weg eine Karten-Zusammensetzung der «Dufourkarte» zu einer einzigen Kupferdruckplatte zu realisieren (Karte des Kantons Uri).

Die erste Karten-Zusammensetzung, die durch lithografische Übertragung (= Umdruck) erreicht wird, kann für den Kanton Tessin hergestellt werden.
Beginn der Seetiefenlotungen (bis 1898).


1865

Das letzte Blatt (Nr. XIII) der «Dufourkarte» erscheint. Insgesamt sind 57'952 Exemplare gedruckt worden (seit 1845).
Hermann Siegfried wird Chef des Eidgenössischen Topographischen Bureaus (bis 1879) als Nachfolger von Guillaume Henri Dufour (seit 1838).
Das Eidgenössische Topographische Bureau wird nach Bern verlegt, wo es in der Wohnung des Zeichners Johann Georg Steinmann am Lagerweg 9 untergebracht wird (bis 1867).
Durch Gesetz wird ein Eidgenössisches Stabsbureau (heute: Generalstab) geschaffen, dem das Eidgenössische Topographische Bureau angegliedert wird.


1864

Beschluss, das so genannte Präzisionsnivellement unter der Leitung von Adolphe Hirsch und Emile Plantamour zu messen. Arbeitsbeginn ist 1865 (bis 1883).
Guillaume Henri Dufour legt den Schlussbericht zur Herstellung der «Dufourkarte» vor.


1863

Der Bundesrat benennt die bisher auf der «Dufourkarte» eingetragene Höchste Spitze als Dufourspitze.
Der Schweizer Alpen-Club (SAC) gibt erstmals eine Karte seines Exkursionsgebietes heraus: Tödigebiet 1:50 000. Sie basiert auf den noch unveröffentlichten Aufnahmen des Topographischen Bureaus.
Die Schweizerische Geodätische Kommission beginnt mit der Triangulation eines eigenen Netzes erster Ordnung im Rahmen der mitteleuropäischen Gradmessung (bis 1890).
Alle Kupferplatten sind teilweise in München bei Schöninger und teilweise in Einsiedeln bei Benziger galvanisch reproduziert und verstählt.


1862

Ende der topografischen Aufnahmen im Alpengebiet (seit 1839).
Die Höhe des Fixpunktes R.P.N. in Genf wird durch französisches Nivellement zu 374,052 m ü. M. bestimmt (Publikation 1864). Dies löst die Messung des so genannten Präzisionsnivellements aus.


1861

Bei Leo Schöninger in München wird ein Versuch zum Verstählen der Kupferplatten gemacht.


1859

Die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft gelangt an den Bundesrat mit der Bitte, eine Karte 1:50 000 über die ganze Schweiz zu veröffentlichen.


1856

Das Eidgenössische Topographische Bureau bezieht das Haus Sabatier-Bourdillon an der Tranchée de Rive 24 [später Nr. 26] (heute: Rue Adrien-Lachenal 1bis) in Genf (bis 1865). Das Bureau war zuvor kurze Zeit im Haus Rue du Rhône 88 untergebracht.


1855

Auf der Weltausstellung in Paris gewinnt die «Dufourkarte» eine Goldmedaille. Bis 1900 (wiederum Weltausstellung Paris) folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen an internationalen Ausstellungen.


1853

Proben für die Generalkarte 1:250 000.


1850

Erstbesteigung des Piz Bernina (4049 m) durch den Topografen Johann Wilhelm Fortunat Coaz im Rahmen der topografischen Aufnahmen.


1848

Guillaume Henri Dufour tritt als Oberstquartiermeister zurück, behält aber sein Amt als «Directeur de la Carte».


1846

Die erste hauseigene Presse wird angeschafft.

 
1845

Nach einjähriger Verzögerung erfolgt die Publikation des ersten Blattes (Nr. XVI) der Topographischen Karte 1:100 000, genannt «Dufourkarte», gedruckt von Rudolf Foppert in Zürich.


1841

Beginn des Kupferstiches für die Topographische Karte 1:100 000.


1840

Johannes Eschmann publiziert die Ergebnisse der trigonometrischen Vermessungen in der Schweiz, das grundlegende Dokument für alle weiteren Arbeiten an der geplanten Karte. Daraus lässt sich die Höhe des Fixpunktes R.P.N. in Genf zu 376,2 m ü. M. ableiten. Dieser Wert kann (zu modernen Vergleichszwecken) als damals verwendete Ausgangshöhe für die «Dufourkarte» betrachtet werden.


1839

Beginn der topografischen Aufnahmen im Alpengebiet durch verschiedene Ingenieure (bis 1862).


1838

Publikation der Carte topographique du Canton de Genève unter der Aufsicht Guillaume Henri Dufours. Diese Karte gilt als Vorbild für weitere Arbeiten.
Instruktionen für die Aufnahmen im Alpengebiet in den Massstäben 1:25'000 und 1:50 000.


1837

Guillaume Henri Dufour gründet im Haus Chossat am Place du Temple (heute: Rue St-Victor 22) in Carouge (Genf) ein Bureau, den ersten Vorgänger des heutigen Bundesamtes für Landestopographie. Es nimmt auf Neujahr 1838 als Eidgenössisches Topographisches Bureau seinen Betrieb auf (= offizielles Gründungsdatum).
Abschluss der Triangulation erster Ordnung (Triangulation primordiale) als weitere Grundlage detaillierterer Vermessungen (seit 1825/1832).


1836

Dritte Sitzung der Kommission für Landesaufnahme: Beschluss über die Projektion, den Blattschnitt sowie über die geografischen Koordinaten der Sternwarte von Bern.
Beginn der so genannten eidgenössischen Aufnahmen (Kanton Wallis). Bis anhin waren lediglich auf Kosten der Kantone ausgeführte Aufnahmen erarbeitet worden (= kantonale Aufnahmen).


1834

Basismessungen im Sihlfeld (vor Zürich) und bei Aarberg.
Johannes Eschmann übernimmt von Antoine-Joseph Buchwalder (seit 1825) die Arbeiten an der Triangulation erster Ordnung (bis 1837).


1833

Zweite Sitzung der Kommission für Landesaufnahme: Beschluss zur Basismessung Sihlfeld und Aarberg, Grundsätze zu den topografischen Aufnahmen.


1832

Guillaume Henri Dufour wird neuer Oberstquartiermeister (bis 1847, «Directeur de la Carte» bis 1865) als Nachfolger von Johann Ludwig Wurstemberger (seit 1831).
Erste Sitzung der Kommission für Landesaufnahme: Anforderungen an Projektion, Aufnahmemassstab und Reproduktionsform der zukünftigen topografischen Karte der Schweiz 1:100 000 werden festgelegt.
Beginn der umfassenden Triangulation erster Ordnung (Triangulation primordiale) (bis 1837).


1831

Johann Ludwig Wurstemberger wird neuer Oberstquartiermeister (bis 1832) als Nachfolger von Hans Conrad Finsler.


1825

Antoine-Joseph Buchwalder beginnt mit der Triangulation im Alpengebiet (bis 1834).


1822

Die Tagsatzung beschliesst, dem Oberstquartiermeister Hans Conrad Finsler die Leitung der Vermessungen in der Schweiz zu übertragen.


1809

Erste Vermessungen auf eidgenössischer Ebene durch das Militär unter der Leitung von Hans Conrad Finsler (Gebiet Nordostschweiz).

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