1900 - 1929
1929
Karl Schneider wird Direktor der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] (bis 1951) als Nachfolger von Hans von Steiger (seit 1921).
1928
Die Luftfotogrammetrie wird im Mittelland und Jura definitiv eingführt.
In der Druckerei der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] werden Briefmarken auf der Hand-Kupferdruckpresse gedruckt (bis 1931).
1927
Intensive Diskussionen um neue Landeskarten der Schweiz in der Öffentlichkeit. Professor Eduard Imhof verficht die vollständige Massstabsreihe 1:25'000 bis 1:1 Mio.
Ende des so genannten ersten Landesnivellements (seit 1903) mit einer Totallänge von 2900 km.
Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement und dem Eidgenössischen Militärdepartement über die Erstellung von Grundbuch-Übersichtsplänen als Grundlage neuer Landeskarten.
1926
Von der «Siegfriedkarte» sind total 604 Blätter erschienen, als letztes Blatt erscheint 274bis Gaschurn.
Die terrestrische Fotogrammetrie wird im Alpengebiet definitiv eingeführt. Zwei Stereoauswertegeräte und vier Kameras der Firma Wild werden beschafft.
Die ersten Piloten werden angestellt. Schrägaufnahmen werden aus dem offenen Flugzeug des Typs «Zepp C.II» von freier Hand gemacht. Von der Firma Zeiss werden die benötigten Instrumente zur Verfügung gestellt.
1925
Ende der neuen Triangulation erster und zweiter Ordnung mit etwa 5200 Punkten (seit 1910).
Revision und Erneuerung der geheimen Festungskarten werden der Sektion für Topografie übertragen.
Versuche im Ätzverfahren (Fotogravure) auf Kupfer.
1924
Die terrestrische Fotogrammetrie wird probeweise eingeführt (definitiv 1926) und zu diesem Zweck ein Stereoauswertegerät der Firma Zeiss angeschafft.
Versuche mit Luftfotogrammetrie.
1922
Beginn der systematischen Kartenproben für neue Landeskarten als Ersatz der «Siegfriedkarte».
Erneute Versuche mit Luftaufnahmen, diesmal von Flugzeugen aus.
1921
Hans von Steiger wird Direktor der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] (bis 1929) als Nachfolger von Leonz Held (1901–1920).
1919
Neuer Bundesbeschluss betreffend die Grundbuchvermessung. Aufsicht und Verifikation der Übersichtspläne der Grundbuchvermessung werden der Sektion für Topografie übertragen.
1916
Erneute Versuche mit terrestrischer Fotogrammetrie.
1914
Wegen Platznot beziehen die zwei Sektionen für Geodäsie und Topografie Räume im neuen Gebäde des Amtes für Mass und Gewicht an der Wildstrasse 3.
1913
Petition der Schweizerischen Geologischen Kommission an den Bundesrat für eine Karte 1:25'000 des ganzen Landes.
Versuche mit Luftaufnahmen. Die Scheimpflugsche Panoramakamera wird mit einem Fesselballon transportiert.
1912
Das Schweizerische Zivilgesetzbuch tritt in Kraft. Es verlangt die Einführung eines eidgenössischen Grundbuches mit zugehörigen Plänen.
Ein Projekt für eine neue Karte 1:100 000 liegt fertig vor.
Für das Nivellement werden neu Invar-Miren mit Millimetereinteilung verwendet. (Invar ist eine Eisen-Nickel-Legierung, die einen besonders kleinen Ausdehnungskoeffizienten hat; Miren sind Messlatten).
Wegen Platznot beziehen einige Kupferstecher Räume im Gebäude der Hauptpost am Bollwerk 25 (bis 1914).
Der Offsetdruck wird eingeführt. Die erste hauseigene Offsetmaschine ist von der Firma George Mann in Leeds (UK).
1910
Beginn der neuen Triangulation erster und zweiter Ordnung (bis 1925) sowie dritter Ordnung (bis 1939).
Beginn der Kartenproben für neue Landeskarten als Ersatz der «Siegfriedkarte». Viele Arbeiten bleiben geheim oder werden erst einige Jahre später publiziert.
Beginn der Umarbeitung von Gebirgsblättern von Lithografiesteinen auf Kupferplatten.
Interne Neuorganisation: Schaffung von vier technischen Sektionen für Geodäsie, Topografie, Kartografie und Reproduktion.
1909
Bundesbeschluss betreffend die Grundbuchvermessung (im Zusammenhang mit dem ab 1912 geltenden Zivilgesetzbuch).
1908
Offizielle Umbenennung des Eidgenössischen Topographischen Bureaus in Abteilung für Landestopographie.
Die «Dufourkarte» wird bis 1910 auf zwei Farben umgestellt (das Gewässer wird Blau).
Beginn der Kartenproben für neue Militärkarten als Ersatz der «Dufourkarte».
So genanntes Armeekartenpapier wird für den Steindruck eingesetzt und löst das Japanpapier ab.
1907
In der Kanzlei wird erstmals eine Schreibmaschine eingesetzt.
1904
Das Eidgenössischen Topographische Bureau bezieht sein erstes eigenes Gebäude in Bern an der Hallwylstrasse 4 (bis 1941). Die Druckerei ist bereits seit 1903 hier eingerichtet.
1903
Max Rosenmund schlägt die winkeltreue, schiefachsige Zylinderprojektion für die Vermessung der Schweiz vor (= CH1903).
Beginn des so genannten ersten Landesnivellements (bis 1927).
Ende des so genannten eidgenössischen Versicherungs-Nivellements (seit 1893). Publikation bis 1907.
Betriebsbeginn der Druckerei (Kupferdruck, Umdruck und Lithografie) im neuen Gebäude des Eidgenössischen Topographischen Bureaus an der Hallwylstrasse 4 (bis 1941). Eine Steindruckpresse wird in Betrieb genommen.
1902
Die Höhe des Fixpunktes R.P.N. in Genf wird von Jakob Hilfiker (auf Grund von Anschlussnivellements des Auslandes) zu 373,6 m ü. M. bestimmt (= so genannter «neuer Horizont» und Ausgangshöhe für die Landeskarte). Als Ausgangspunkt dient die mittlere Meereshöhe von Marseille.
Neues Bundesgesetz betreffend die Oberaufsicht über die Forstpolizei. Durch das Eidgenössische Topographische Bureau werden 57 Operate der Triangulation 4. Ordnung vermessen (bis 1910).
1901
Leonz Held wird Chef des Eidgenössischen Topographischen Bureaus [ab 1908 mit dem Titel «Direktor der Abteilung für Landestopographie»] (bis 1920) als Nachfolger von Jean-Jacques Lochmann (1882–1900). Gleichzeitig wird auf Jahresbeginn das Eidgenössische Topographische Bureau aus dem Geniekommando herausgelöst und zu einer selbständigen Abteilung für Landestopographie im Eidgenössischen Militärdepartement, wofür sich volkstümlich die Bezeichnung «Eidgenössische Landestopographie» einbürgert.
Publikation der Schulwandkarte mit Reliefdarstellung von Hermann Kümmerly.
Von der «Siegfriedkarte» sind 581 Blätter erschienen. Es folgen bis 1926 diverse Einzelblätter.
Beginn der Versuche für neue Landeskarten.
Die Kupferstecher werden im Gebäude der Staatsapotheke (abgebrochen 1912) an der Inselgasse (heute: Kochergasse) untergebracht (bis 1904).
