1930 - 1959
1959
Ernst Huber wird Direktor der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] (bis 1981) als Nachfolger von Simon Bertschmann (1952–1958).
1958
Wegen des bevorstehenden Abbruchs der Berner Sternwarte wird der Koordinatenursprung (600 000 / 200 000) versichert.
1957
Ein Personalausschuss wird eingerichtet.
1956
Beginn der Publikation von Karten-Zusammensetzungen 1:25'000 mit dem Blatt 2501 St. Gallen.
1955
Publikation der provisorischen Strassenkarte 1:200 000 in vier Blättern.
1954
Das erste Blatt der Landeskarte 1:100 000 41 Col du Pillon erscheint.
Beginn der Publikation von Karten-Zusammensetzungen 1:50 000 mit dem Blatt 5001 Gotthard.
Der Vermessungsflugdienst wird neu organisiert. Ab nun liegt die Verantwortung nicht mehr bei der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie], sondern bei Berufspiloten des Aufklärungsdienstes der Luftwaffe.
1953
Die Schichtgravur auf Glas löst den Kupferstich als Methode für die Originalherstellung ab.
Das Herstellungsverfahren von Kartenschriften wird vereinfacht, indem eine Art Handsatz mit seitenrichtigen Negativ-Buchstaben und Filmpositiv im Endmassstab eingeführt wird.
Nach zahllosen Versuchen wird zur Felsdarstellung die Felsschraffe mit 100-Meter-Höhenkurven gewählt.
Auf die Publikation der so genannten Halbblätter und der dreifarbigen Ausgaben wird verzichtet.
1952
Simon Bertschmann wird Direktor der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] (bis 1958) als Nachfolger von Karl Schneider (1929–1951).
Der Druck der «Siegfriedkarte» wird eingestellt.
Das erste Blatt der Landeskarte 1:25'000 1125 Chasseral erscheint.
Publikation einer provisorischen Generalkarte 1:200 000.
Ablösung des braunen Relieftones durch einen zweifarbigen grau-gelben Druck.
Als Falzformat der Karten wird die Grösse 13 x 19 cm eingeführt und dabei die bisher am rechten Rand gedruckte Kartenlegende weggelassen.
Beginn der Entwicklung einer neuen Gravurschicht auf Glas. Das Verfahren wird in den folgenden Jahren weltweit lizenziert.
1951
Die erste hauseigene Flachoffsetmaschine ist vom Typ «Nr. 2» der Firma Mailänder mit einer maximalen Leistung von 200 Bogen pro Stunde.
1950
Das erste Blatt der Skiroutenkarte 1:50 000 erscheint.
Beginn der Reproduktionsarbeiten für die Landeskarte 1:25'000.
1949
Gutachten der Professoren Imhof und Walther zur Rationalisierung der Kartenproduktion.
1948
Kunst am Bau: das neue Gebäude wird mit dem Wandmosaik Arche Noah des Künstlers Fernand Giauque geschmückt.
1946
Vereinbarung mit der Eidgenössischen Vermessungsdirektion über ein beschleunigtes Vermessungsprogramm, um den während des Zweiten Weltkrieges erlittenen Rückstand aufzuholen.
1945
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Verkauf von Karten wieder aufgenommen.
1944
Ab diesem Jahr werden nur noch Luftaufnahmen für die Kartenherstellung verwendet.
1943
Beginn des so genannten zweiten Landesnivellements (bis 1991).
1941
Die Eidgenössische Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] bezieht ihr Gebäude an der Seftigenstrasse 264 in Wabern, wo sie auch heute noch zu finden ist.
1940
Die Druckerei bezieht bereits den neuen Standort Wabern. Die erste Grossoffsetmaschine mit zwei Druckwerken ist vom Typ «CO 38» der Firma Color-Metal mit einer maximalen Leistung von 7000 Bogen pro Stunde.
1939
Ende der Triangulationen dritter Ordnung (seit 1910).
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird der Verkauf von Karten eingestellt (bis 1945).
Die Eidgenössische Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie] erhält erstmals ein Fahrzeug zugeteilt.
1938
Jubiläumsfeiern zum 100-jährigen Bestehen der Eidgenössischen Landestopographie [i.e. Abteilung für Landestopographie].
Das erste Blatt der Landeskarte 1:50 000 263 Wildstrubel erscheint.
In der «Dufourkarte» wird neu ein grüner Waldton eingedruckt.
Interne Neuorganisation in die Technischen Dienste TD I (Geodäsie und Fotogrammetrie sowie Topografie und Kartografie) und TD II (Kupferstich, Fotochemigrafie und Galvanoplastik sowie Lithografie und Druckerei).
1937
Der Ausführungsplan für die neuen Landeskarten wird vom Bundesrat in Kraft gesetzt.
1936
Eine an kaufmännische Grundsätze angelehnte Betriebsbuchhaltung wird eingeführt.
1935
Das Parlament verabschiedet das Bundesgesetz vom 21. Juni 1935 über die Erstellung neuer Landeskarten. Die vollständige Massstabsreihe 1:25'000 bis 1:1 Mio. wird beschlossen, aber auf Grund der politischen Lage zuerst der Massstab 1:50 000 bearbeitet.
Als erstes hauseigenes Vermessungsflugzeug wird eine Messerschmitt des Typs «M18d» in Betrieb genommen. Es trägt die schweizerische Immatrikulationsnummer 714.
Wegen andauerndem Platzmangel wird einigen Kartografen der Sektion Topografie eine Mietwohnung an der Trechselstrasse als Arbeitsplatz zugewiesen.
1934
Denkschrift zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und des Schweizerischen Alpen-Clubs über die Erstellung neuer Landeskarten, die den Stempel des Professors für Kartographie Eduard Imhof trägt.
1931
Wegen erneuter Platznot beziehen die zwei Sektionen für Geodäsie und Topografie Räume im Gebäude des Schweizerischen Bundesarchivs an der Archivstrasse 24.
Definitive Einführung des Ätzverfahrens (Fotogravure) auf Kupfer für (z.B. Reproduktion der Kartenschrift).
1930
Produktiver Einsatz von Luftbildern für die Kartenherstellung.
Provisorische Zusammenfassung der Sektionen für Topografie, Kartografie und Reproduktion zu einer einzigen Dienststelle.
