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Bundesamt für Landestopografie swisstopo
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1990 - 1999

1999

Die Eidgenössische Vermessungsdirektion (V+D) stösst zum Bundesamt für Landestopographie.
Auf den Kartentitelblättern wird neu das Ausgabejahr vermerkt. Der Nachführungsstand (= Stand des Karteninhalts) ist weiterhin auf der Kartenseite unten links angegeben.
Zahlreiche Umstellungen im Aussehen der Landeskarte: Wiedereinführung der unterirdischen Wasserleitungen, Ersatz der linienhaften Gewässerfüllungen (Filage) durch Flächenton, Ablösung der schwarzen durch grüne Rebensignatur. Als erstes Blatt in erneuerter Grafik erscheint 1202 Orbe.
Beginn der Katalogisierung der Kartensammlung.
Pilotnetz (7 Stationen) für ein automatisches GPS-Netz Schweiz (AGNES) in Betrieb.


1998

Erich Gubler wird Direktor des Bundesamtes für Landestopographie als Nachfolger von Francis Jeanrichard (seit 1981).
Der «MegaSetter Plus» wird als hochauflösender Scanner und Plotter in Betrieb genommen.
Die Swiss Map 100 ist die erste Landeskarte auf CD-ROM.
Beginn des Aufbaus der geotopografischen Datenbank.
Die Daten der fotogrammetrischen Erfassung der alpinen Hauptbruchkanten (seit 1994) dienen zur Verbesserung des Digitalen Höhenmodells 1:25'000 (DHM25).
Der Fixpunkt R.P.N. in Genf als Ausgangspunkt der schweizerischen Höhenmessung wird erneut an das Landesnivellement angeschlossen.
Publikation der Satellite Map of Switzerland 1:300 000.
Das Projekt «Swissimage» (Produktion eines farbigen Orthofotos der ganzen Schweiz mit einer Bodenauflösung von 50 cm) wird gestartet.
Der DGPS-Positionierungsdienst swipos-NAV über UKW-RDS wird definitiv eingeführt.
In den Landeskarten werden die Koordinaten des World Geodetic Systems (WGS84) in Blau eingedruckt.


1997

Das Bundesamt für Landestopographie wird ab diesem Jahr im Rahmen des Pilotprojektes NPM (New Public Management = Führen mit Leistungsauftrag und Globalbudget) des Bundes nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen geführt.
Die Homepage www.swisstopo.ch wird aufgeschaltet.
Einweihung des neuen Satelliten-Laserteleskops auf der Geostation Zimmerwald, dem wichtigsten Punkt der neuen Landesvermessung.
Die Landeskartenschriften werden digitalisiert.


1996

Beginn der Arbeiten für ein neues Landeshöhennetz (LHN95).
Abschluss der Produktion des Digitalen Höhenmodells DHM25 (seit 1984).
Pilotprojekt mit Differential GPS. Die Korrektur-Signale werden über UKW-RDS ausgestrahlt.
Als erste CD-ROM im Verlag des Bundesamtes für Landestopographie erscheint die Swiss Map Trophy, die mit der «Goldenen Maus 1996» der Milton-Ray-Hartmann-Stiftung ausgezeichnet wird.
Mit der Beschaffung eines Rollfilmscanners und eines Systems des Typs «Phodis TS/Phocus» der Firma Zeiss wird die digitale Fotogrammetrie (Aerotriangulation) und die Orthofotoproduktion eingeführt.
Die ersten CAD-Systeme für die Kartografie mit der Spezialsoftware «Dry/Nuages» werden installiert. Produktionsbeginn ist 1997 mit dem Blatt 1273 Biasca.

 

1995

Berechnung des neuen, hochpräzisen Referenznetzes der Landesvermesssung (LV95), das mit GPS zwischen 1988 und 1994 gemessen wurde. Das Bezugssystem CH1903+ wird eingeführt.
Beginn der Erfassung des Vektordatensatzes 1:25'000 (VECTOR25).
Beginn der digitalen Produktion der Landeskarte mit der Einführung der Redaktion 1:50 000 am Bildschirm.
Die Kulturelle Vereinigung Wabern verleiht dem Bundesamt für Landestopographie den Waberer Kulturpreis.


1994

Abschluss der Erstmessung des GPS-Referenznetzes (LV95).
Beginn der fotogrammetrischen Erfassung der alpinen Hauptbruchkanten (bis 1998).
Die Landeskarten erscheinen in neuer Titelgestaltung mit Farbverläfen und EAN-Code sowie neuer Rückseitengestaltung. Als erstes Kartenblatt erscheint 1347 Matterhorn.
In der Landeskarte 1:50 000 werden farbige (rote und gelbe) Strassenfarbbänder und ein Grenzband eingedruckt.
Publikation der definitiven Ausgabe der Landeskarte 1:1 Mio. als Relief-Karte.
Mit der Reorganisation der Abteilung Topografie wird die Sektion Topografisches Informationssystem geschaffen.
Die hauseigene Betriebsschutzorganisation wird aufgehoben.
Grundlagenvermessung mit GPS für den Lötschberg-Basistunnel (BLS-AlpTransit).

 

1993

Die «Beechcraft Super King Air 350C» mit einer Dienstgipfelhöhe von 10 000 m wird als Vermessungsflugzeug in Betrieb genommen. Es ist mit zwei Präzisionsluftbildkameras und GPS-Navigation ausgestattet.
Publikation der kompletten Neubearbeitung der Strassenkarte 1:200 000.
Publikation der provisorischen Ausgabe der Landeskarte 1:1 Mio. als politische Karte. Diese Landeskarte ist die letzte der Serie, die auf Grund des Bundesgesetzes von 1935 noch neu zu bearbeiten war.


1992

Mehrere Macintosh-Computer für die Bearbeitung thematischer Karten sowie ein Belichter «Agfa SelectSet 5000» werden installiert.
Ein hauseigenes Netz (LAN) wird installiert.
Beteiligung sich am Betrieb der Satellitenstation Zimmerwald (Astronomisches Institut der Uni Bern).

 

1991

Abschluss des so genannten zweiten Landesnivellements (seit 1943). Damit wird der Nachweis erbracht, dass sich die Alpen gegenüber dem Mittelland um max. 1,5 mm pro Jahr heben.
Das letzte von 27 Blättern der Skiroutenkarte 1:50 000 erscheint.


1990

Das Staatsgebiet von Frankreich und Deutschland wird im Massstab 1:25'000 von den betreffenden ausländischen Kartenwerken übernommen und einkopiert (erstes Kartenblatt ist 1084 Damvant mit Nachführungsstand 1987 [Schweiz] und 1983 [Frankreich]), also nicht mehr in Schweizer Art bearbeitet.
Erste Versuche mit digitalen Nivelliergeräten im Landesnivellement

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