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Bundesamt für Landestopografie swisstopo
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2000 - 2009

2009

Dieses Jahr ist von einem weiteren technologischen Schritt geprägt, welcher die Nutzung topografischer Karten für ein noch breiteres Publikum ermöglicht.
Karten lassen sich nun mit GPS ausgestatteten Mobiltelefonen nutzen.
Dies wird mit dem neuen Produkt "Swiss Map Mobile" des Bundesamts für Landestopografie ermöglicht. Schritt für Schritt können immer mehr Mobiltelefone mit Swiss Map Mobile ausgerüstet werden: Windows Mobile Edition, Symbian S60 und iPhone.

Diese neue Applikation erhält den "Prix Carto" von der Schweizerischen Gesellschaft für Kartographie.
Swiss Map im Massstab 1:50 000 gibt es neu in der 4. Version. Von jetzt an sind auch Skitouren Bestandteil der Swiss Map Palette.

Zum ersten Mal wird die Wanderkarte 1 :25'000 auf Papier mit einer CD in einem einzigen Produkt zusammengefasst, um Ausflüge für die Wanderer zu erleichtern. "plan & go!" für die Jungfrau-Region ist publiziert.

Das Gesetz über Geoinformation (GeoIG) zielt darauf ab, Geodaten besser zugänglich zu machen. In diesem Rahmen wird das Projekt zur Schaffung der Plattform geo.admin.ch gestartet. Das Ziel besteht darin, ihren Nutzern über das Internet einen direkten Zugriff auf Geoinformationen, Geodaten, Geodienste und Metadaten des Bundes zu ermöglichen.

Die Verordnung über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREBKV) tritt am 1. Oktober 2009 in Kraft. . Ziel ist es, bis 2015 die jeweils wichtigsten Beschränkungen zu einer bestimmten Parzelle in diesem neuen Kataster zusammenzuführen. Dazu dient der ÖREB-Kataster, das neue Informationssystem im Bereich des Grundeigentums.

Das Informationsbulletin "Info V+D" der Eidgenössischen Vermessungsdirektion überlässt seinen Platz der Fachzeitschrift "cadastre.ch", das sich an die Fachleute der amtlichen Vermessung und des Katasters richtet. Das Internet-Portal www.cadastre.ch erscheint in neuem Gewand. Es wird zur Informationsquelle der amtlichen Vermessung, des ÖREB-Katasters und des Grundbuchs.

Die Druckerei von swisstopo erwirbt die FSC-Zertifizierung (Forest Stewardship Council). Diese garantiert den Einsatz von umweltfreundlichem Holz und trägt auf diese Weise zum Schutz der Umwelt bei.


2008

Seit dem Frühjahr 2008 arbeitet das Bundesamt für Landestopografie swisstopo an der Schaffung und Nachführung des Topografischen Landschaftsmodells (TLM), einer immensen 3D-Geodatenbank der Schweizer Landschaft. Das Topografische Landschaftsmodell (TLM) ersetzt das Modell VECTOR25, das auf Karten beruhte. Die Verwaltung und die Bearbeitung der Daten im TLM erfolgen mit Hilfe des topografisch-geografischen Informationssystems TOPGIS, in das die digitale Photogrammetrie vollständig eingebunden ist. In diesem Produktionsmodell sind die natürlichen und künstlichen Objekte in neun Themen zusammengefasst und haben alle eine dreidimensionale Geometrie.

Zu seinem 150. Geburtstag im Jahr 1988 hatte das Bundesamt für Landestopografie swisstopo den Mittelpunkt der Schweiz bzw. den geografischen Schwerpunkt des Landes ermittelt. Am 14. Juni feiert das Bundesamt für Landestopografie auf der Älggialp im Kanton Obwalden dieses 20-jährige Jubiläum.
Die Amtliche Vermessung entwickelt ein neues Produkt: den Basisplan "BP-AV". Dabei handelt es sich um ein spezifisches Produkt, das automatisch aus den Daten der amtlichen Vermessung abgeleitet wird, und zwar ohne geometrische Generalisierung. Einzige Ausnahme ist die Darstellung der Felsen, die direkt aus der Schweizer Landeskarte 1:25'000 stammt.

Am 1. Juli tritt das Gesetz über Geoinformation (GeoIG) in Kraft. Es zielt darauf ab, eine rasche, problemlose und nachhaltige Bereitstellung aktueller Geodaten des gesamten Gebiets der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie für die Wirtschaft, die Bevölkerung und die Wissenschaft in der geforderten Qualität und zu angemessenen Kosten zu gewährleisten, sodass sie einer breiten Nutzung zugeführt werden können.
Eine neue Version des Internetauftritts wird online gestellt. Sie entspricht fortan dem neuen Corporate Design des Bundes.

Nach mehrjähriger Renovierung öffnet Ende November das Parlamentsgebäude seine Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Aus diesem Anlass hat swisstopo - ausgehend von Kupferplatten - die 25 Blätter der Topografischen Karte der Schweiz (besser bekannt unter dem Namen Dufour-Karte) nachgedruckt. Sie findet einen herausragenden Platz am Besucherhaupteingang.


2007

Intensive Kontakte zum eidgenössischen Parlament mit dem Ziel der Überarbeitung des Geoinformationsgesetzes (GeoIG). Im Juni wird swisstopo erstmals nach ISO 9001:2000 zertifiziert.
Dem Beispiel des durch den Bereich Koordination, Geo-Information und Services (KOGIS) entwickelten Geodatenportals von swisstopo folgend werden insgesamt 20 weitere Geodatenportale ins Internet gestellt. Dazu zählen die Website des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM), auf dem die Standorte der einzelnen Sendestationen zu finden sind, ebenso wie ecoGIS, der Umweltdaten- und Kartenbrowser des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).
Beginn der Installationsarbeiten und Ausgrabung der Galerie 08 im geologischen Felslabor Mont-Terri bei Saint-Ursanne im Kanton Jura. Das von SWISSIMAGE erstellten Satellitenbilder (Orthobilder) werden statt wie bisher im 6-Jahresrhythmus alle 3 Jahre nachgeführt.
Der geodäsische Bezugsrahmen wird an das europäische Bezugssystem angepasst. Die zwischen 1989 und 1995 erfolgte neue Landesvermessung der Schweiz (LV95) löst das Landeskoordinatensystem LV03 aus dem Jahr 1903 ab. Dieser Bezugsrahmenwechsel beinhaltet die Einführung neuer Koordinaten und die Änderung der Bezeichnung für die Koordinatenachsen.


2006

Per 1. Januar 2006 ist die Landesgeologie vom Bundesamt für Wasser und Geologie zum Bundesamt für Landestopografie überführt worden. Damit wird swisstopo neu auch zum Kompetenzzentrum für Geologie und zur Koordinationsstelle für die geologische Landesuntersuchung und kann nun seine Kunden auch mit geologischen Daten und Informationen versorgen.
swisstopo übernimmt die Leitung des Forschungsprogrammes Mont Terri (Jura) und ist neuer Betreiber des Felslabors. Das Mont Terri Projekt ist ein internationales Forschungsprojekt zur hydrogeologischen, geochemischen und geotechnischen Charakterisierung einer Tonformation (Opalinus-Ton).
Als Nachfolger von Direktor Dr. Erich Gubler, welcher per Ende 2005 in den Ruhestand trat, hat der Bundesrat Jean-Philippe Amstein per 1.Januar.2006 zum 12. Direktor von swisstopo ernannt.


2005

Weil die bisherige, 16 jährige 4-Farben-Offsetdruckmaschine Roland Rekord RVK 3b mit ihrer so genannten 5-Zylinderbauweise mit einem Kettenwagen-Greifersystem nicht mehr dem heutigen Technologiestandard entsprach, wurde eine neue MAN Roland R704 4-Farben-Druckmaschine beschafft. Dank der wesentlich kürzeren Einricht-, Wasch- und Umstellzeiten – Landkarten werden mit 8 bis 16 Farben (Geologische Karten!) gedruckt – hat sich die Produktivität wesentlich erhöht. Dr. André Streilein wird Leiter des Bereichs Topografie, GWN . Mit Swiss Map 25 erscheint erstmals die detaillierteste Landeskarte in digitaler Form (DVD) für ein breites Publikum. 2005 wurden die ersten vier von insgesamt acht Sektoren der Swiss Map 25 herausgegeben: 1–Suisse occidentale, 2–Jura, 3–Bern, 4–Valais/Wallis. Inhalt der Swiss Map 25: Wanderwege als Vektoren, Burgen und Schlösser, schützenswerte Ortsbilder, digitales Höhenmodell (DHM).
Für die Luftbildaufnahmen wurde eine neue digitale Luftbildkamera des Typs ADS40 beschafft. Sie steht per sofort für die Nachführung des Orthophotomosaiks SWISSIMAGE und mit der Umstellung von der analytischen auf die digitale Photogrammetrie bei der topografischen Aufnahme auch für die Nachführung der Landeskarten im Einsatz. Für die SWISSIMAGE Befliegungen mit der ADS40 wurde die Flugplanung neu organisiert, um der neuen Bodenpixelgrösse von 25 cm (im Mitteland, Jura und den Alpentälern) und 50 cm (im Hochgebirge) Rechnung zu tragen.
Im Frühjahr 2005 wurde das neue Geoidmodell der Schweiz CHGeo2004 publiziert. Dieses ermöglicht die Umrechnung zwischen ellipsoidischen Höhen aus GPS-Messungen und nivellierten (orthometrischen) Höhen aus dem Landesnivellement.
Beim Bau des 34.6 km langen Lötschberg-Basistunnels zwischen Frutigen im Berner Oberland und Raron im Wallis ist im April 2005 der Hauptdurchschlag erfolgt. Die beiden Tunnelvortriebe aus Nord und Süd trafen mit Lage- und Höhenabweichungen aufeinander, die deutlich unter der geforderten Toleranz lagen (siehe Zeitschrift Geomatik Schweiz 11/2005). swisstopo hat mit der oberirdischen Grundlagenvermessung gestützt auf die neuen Bezugsrahmen LV95 und LHN95 der Landesvermessung einen wesentlichen Beitrag zur Absteckung dieses Alpen-Tunnels geleistet.


2004

Jean-Philippe Amstein, Stellvertretender Direktor, der per 1. Dezember 2002 zusätzlich zur Leitung der Eidg. Vermessungsdirektion auch die Leitung des Bereiches Topografie übernahm, leitet seit dem 1. Oktober 2004 ausschliesslich den Bereich Topografie. Dr. Fridolin Wicki wird per 1. Januar 2005 Leiter der Eidg.Vermessungsdirektion.
Seit dem Sommer 2004 kann swisstopo ihre Kundschaft im Neubau mit einem eigenen Kartenverkaufslokal empfangen. Zeitgleich mit der Kundenzone wurde eine Cafeteria in Betrieb genommen. Auch die gesamte Umgebung wurde erheblich verändert. So gestaltete die Künstlerin Katja Schenker auf der Basis einer Geschichte des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges im Innenhof eine malerische Gartenlandschaft.
In diesem Jahr wurde die geplante Flächendeckung des Produkts SWISSIMAGE realisiert. Das bedeutet, dass jeder Quadratmeter der Schweiz in einem homogenen Orthophotomosaik mit 50 cm Bodenpixelauflösung zur Verfügung steht. Über 9000 Luftbilder wurden flugtechnisch aufgenommen, digitalisiert, mit Hilfe von Passpunkten georeferenziert, mittels eines Geländemodells entzerrt und schliesslich farblich und radiometrisch mit den benachbarten Luftbildern harmonisiert. Das gesamte Datenvolumen der dabei zu verarbeitenden Luftbilddaten betrug mehr als 8 Terabyte (8 000 000 Megabyte).
Im Sommer 2004 wurde die zweite vollständige Wiederholungsmessung des GPS-Netzes der Landesvermessung LV95 durchgeführt. Gestützt auf diese Messungen und kombiniert mit den Wiederholungsmessungen im Landesnivellement können die tektonischen Bewegungen im Gebiet der Schweiz analysiert werden.


2003

swisstopo ist Ehrengast an der OLMA 2003 in St.Gallen. Die dort zum ersten Mal präsentierte Dufour Map (CD-ROM) ist das erste interaktive Werk, das sich den Vergleich der Dufourkarte mit dem heutigen Zustand der Landschaft zum Inhalt macht. Neues Corporate Design, Geodaten einem Grosspublikum vorgestellt: grosse Tücher mit Bildern, Gefrästes Holz-Matterhorn, 3D-Flug über die Schweiz.
Die Landesvermessung LV03 wird 100 jährig. 1903 Jahren wurden in der Schweiz die Bezugssysteme der Landesvermessung für die Lage und die Höhe festgelegt. Darauf aufgebaut entstanden die Arbeiten für das Eidgenössische Landesnivellement und die Triangulation 1. – 3.Ordnung. Diese sind heute noch in Gebrauch und werden in den nächsten Jahren durch die GPS-Landesvermessung LV95 und das neue Landeshöhennetz LHN95 abgelöst.
Am 16. Juni 2003 hat der Bundesrat das durch KOGIS erarbeitete Umsetzungskonzept zur Strategie für Geoinformation beim Bund genehmigt. Das Umsetzungskonzept hat zum Ziel, eine Nationale Geodaten-Infrastruktur (NGDI) aufzubauen. Insbesondere soll erreicht werden, dass auf die Geodaten einfach zugegriffen werden kann und diese für die Anwender günstig zur Verfügung stehen. Dies führt bei swisstopo zu einem Paradigmenwechsel: an Stelle des betriebswirtschaftlichen Fokus, wird neu der volkswirtschaftliche Nutzen ins Zentrum gestellt. Um die NGDI realisieren zu können, wurde mit einer Initiative das Kontaktnetz e-geo geschaffen, welches die Partner bei der Realisierung dieser NGDI vereinen soll.
Die zunehmende Platzknappheit und die veränderten Ansprüche an eine zeitgerechte Kundenbetreuung haben zur Folge, dass der Bund für swisstopo einen Anbau errichten will. Dieser Neubau soll voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden ausgerichtet werden. Am 21. August wurde im Bereich des neuen Eingangs der Grundstein auf die Koordinaten 601’012.98/197’462.09/551.98 (LV03/LN03) oder 2’601’013.03/1’197’462.11/551.94 (LV95/LHN95) gesetzt.


2002

swisstopo wird als Marke und Logo (sowie als Abkürzung des weiterhin offiziellen Namens Bundesamt für Landestopografie) eingeführt.
Rechtzeitig auf die Landesausstellung Expo.02 wird die Ausflugskarte Seeland - Trois lacs publiziert.
Die Ausbildung zum Kartografen oder zur Kartografin ist nach dem Konkurs einer Privatfirma nur noch in Wabern möglich. Da der Bedarf vorhanden ist, wird die interne Lehrlingsausbildung verstärkt.



2001

Mit dem Jahreswechsel 2000/2001 wird die Schichtgravur auf Glas definitiv durch die digitale Kartografie abgelöst. Als letztes analog nachgeführtes Kartenblatt erscheint Blatt 39 Flüelapass.
Der Positionierungsdienst swipos-GIS/GEO mit cm-Genauigkeit wird eingeführt (Pilotbetrieb).
Das automatische GPS-Netz Schweiz (AGNES) ist mit 29 Stationen voll ausgebaut und damit landesweit verfügbar.
Unter der Produktbezeichnung Swiss Names wird die Namendatenbank mit rund 190 000 geografischen Eigennamen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Bundesamt für Landestopographie wird der Gruppe Rüstung unterstellt.


2000

Die Landeskarte 1:50 000 wird als Swiss Map 50 auf CD-ROM veröffentlicht.
Der Atlas der Schweiz interaktiv erscheint als Nachfolger des bisherigen gedruckten Landesatlasses.
Aus der Skiroutenkarte 1:50 000 wird die Skitourenkarte 1:50 000.
Beginn der Erfassung eines Digitalen Terrainmodells der Amtlichen Vermessung (DTM-AV) mit einer Zielgenauigkeit von 1 m (Projekt Landwirtschaftliche Nutzflächen LWN).
KOGIS (Koordinationsstelle für geografische Informationen und Geografische Informationssysteme in der Bundesverwaltung) nimmt den Betrieb auf. Darin ist auch das Kompetenzzentrum INTERLIS integriert.
Alfred Oberli schenkt dem Bundesamt für Landestopographie eine der bedeutendsten privaten Kartensammlungen der Schweiz. Sie ist von grossem wissenschaftlichem Interesse.
Im Bundesamt für Landestopographie wird erstmals ein Bereich für die erfolgreiche Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach der Norm SN EN ISO 9001 zertifiziert.
Intern tritt die Prozess-Organisation in Kraft. Die bisherigen Abteilungen und Sektionen sind damit formal aufgehoben.

 

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