Die Erarbeitung der Dreiecksvermaschungs-Definition CHENyx06 konnte Ende 2006 in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Vermessungsaufsichten abgeschlossen werden. Die Schweiz wurde in eine Vielzahl von Dreiecken mit jeweils individuellen, den lokalen Gegebenheiten angepassten Transformationsparametern aufgeteilt (vgl. FINELTRA-Handbuch, Kapitel 2).
Für den Genauigkeitsnachweis der Transformation haben die Kantone zudem fast 45'000 Kontrollpunkte gemessen. Das Resultat hat die Erwartungen bei weitem übertroffen: Im Durchschnitt können Geodaten in der Schweiz mit einer mittleren Genauigkeit über alle Kantone von 3 cm (± 1.5 cm) in den neuen praktisch fehlerfreien Bezugsrahmen LV95 transformiert werden.
swisstopo stellt die nationale Dreiecksvermaschung CHENyx06 in den Formaten FINELTRA (strenge Transformation) und NTv2 (gitterbasierte Interpolation) sowie auch die REFRAME-Programmbibliothek (DLL) für Softwareentwickler gratis zur Verfügung. Letztere kann einfach in bestehende Applikationen oder Makros integriert werden. Bitte registrieren Sie sich vor dem Download, damit wir Sie über Neuerungen in Zusammenhang mit dem Bezugsrahmenwechsel informieren können.
Zusammen mit der Definition und Ausarbeitung des neuen Bezugsrahmens LV95 stellt die Erarbeitung dieses Transformations-Datensatzes im Fixpunktbereich die grösste Vermessungsarbeit seit der Erstvermessung der Schweiz Ende des 19. Jahrhunderts, der sogenannten Erst-Triangulation, dar.
Durch die FINELTRA-Dreiecksvermaschung wird in Kürze ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen erreicht werden, indem mit GPS und anderen Satellitennavigationssystemen wesentlich effizienter positioniert sowie vermessen werden kann und auch mit den Nachbarländern Geodaten präzise ausgetauscht werden können.

