AMP - KM-2: Die Manganerzlagerstätten zwischen Val d’Err und Roffna (Oberhalbstein), ihre Begleitminerale und ihre Genesis
Die Manganerzlagerstätten zwischen Val d’Err und Roffna im Oberhalbstein (Graubünden) sind von besonderem mineralogischem Interesse, da hier eigenartige Mangansilikate erstmals beschrieben wurden.
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Abstract

Die Lagerstätten von Parsettens, Falotta und Alp digl Plaz unterscheiden sich in Mineralführung und Gehalt an Quarz oder Baryt, weisen aber ein einheitliches genetisches Muster auf. Die Genesis wird auf eine primäre Ausfällung aus Meerwasser zurückgeführt, gefolgt von hydrothermaler Überprägung. Dabei bildeten sich zunächst wasserhaltige Silikate mit zweiwertigem Mangan, später – nach Verbrauch von H₂O₂ in saurer Lösung – Silikate mit dreiwertigem Mangan. Diese Beobachtungen erlauben ein detailliertes Modell der Bildungsbedingungen dieser einzigartigen Erzlagerstätten.
