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Veröffentlicht am 1. Januar 1935

AMP - KM-5 : Serpentin als Dekorationsgestein von Poschiavo (Graubünden)

Die Arbeit von F. de Quervain (1935) beschreibt den Serpentin von Poschiavo (Graubünden) als bedeutendes Dekorationsgestein.

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KM-5 : Serpentin als Dekorationsgestein von Poschiavo (Graubünden)
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Abstract

Beiträge zur Geologie der Schweiz - Geotechnische kleinere Mitteilung - KM5
Die Arbeit von F. de Quervain (1935) beschreibt den Serpentin von Poschiavo (Graubünden) als bedeutendes Dekorationsgestein. Das Vorkommen gehört zur grossen Malenco-Serpentiniteinheit, die als veränderte ultrabasische Intrusion mesozoischen Alters interpretiert wird. Der in Steinbrüchen bei Selva gewonnene Serpentin ist ein typischer Lherzolitserpentin mit hohem Olivingehalt, ergänzt durch Diallag, Antigorit und Magnetit. Petrographisch fällt seine starke Fältelung, Kleinfältelung und Verfilzung der Antigoritblätter auf, welche ihm grosse Härte und Festigkeit verleihen.

Poliert zeigt das Gestein eine attraktive Farbwirkung: ein dunkelgrüner, glitzernder Grund mit hellgrünen Olivin- und schwärzlichen Erzpartien, oft belebt durch Reflexionen. Seine hohe Dichte und geringe Wasseraufnahme machen ihn frostbeständig und besonders geeignet für architektonische Anwendungen. Im Steinbruch werden grosse Blöcke mit Drahtseilsägen gewonnen und zu Platten oder Bauteilen verarbeitet. Einsatz findet der Poschiavo-Serpentin als Fassaden- und Bodenbelag, für Monumente, Säulen und Portale. Durch seine dekorative Eigenart und physikalische Eigenschaften stellt er eine wertvolle Bereicherung der schweizerischen Natursteine dar.

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