AMP - NF-2: Die Kontaktzone von Kreide und Tertiär am Nordrande der Schweizeralpen vom Bodensee bis zum Thunersee
Die Monographie von Carl Burckhardt (1893) behandelt die Kontaktzone zwischen Kreide und Tertiär am Nordrand der Schweizer Alpen, vom Bodensee bis zum Thunersee.
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Abstract

Die Monographie von Carl Burckhardt (1893) behandelt die Kontaktzone zwischen Kreide und Tertiär am Nordrand der Schweizer Alpen, vom Bodensee bis zum Thunersee. Ziel war es, die tektonischen Strukturen dieser Zone systematisch zu erfassen, nachdem frühere Untersuchungen nur regionale Teilgebiete (Sentis, Rigi, Pilatus) abgedeckt hatten. Grundlage waren mehrjährige Feldarbeiten (1891–1892) auf der Basis der Siegfriedkarten, ergänzt durch eigene geologische Aufnahme und Profilzeichnungen. Der erste Teil liefert detaillierte Lokalbeschreibungen für die Gebiete Sentis, Thur–Linth, Linth–Sihl, Rigi und Pilatus–Thunersee, jeweils mit stratigraphischen Beobachtungen, Profilen und Zusammenfassungen.
Der zweite Teil synthetisiert die tektonischen Ergebnisse: verschiedene Typen von Kreidefalten (aufrechte, schiefe, überliegende, isoklinale), die Diskordanz zwischen Eozän und Molasse, die Synklinale der subalpinen Molasse sowie longitudinale Variationen der Falten. Burckhardt widerlegt die Hypothese Schardts über generelle Überschiebungen und zeigt, dass Faltung und Diskordanz lokale Ursachen haben. Die Arbeit stellt eine frühe, umfassende Synthese der tektonischen Entwicklung des Alpen-Nordrandes dar und bleibt ein Referenzwerk für die Erforschung der alpinen Kontaktzonen.
