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Veröffentlicht am 1. Februar 1893

AMP - NF-3: Die Klippenregion von Iberg (Sihltal)

Die Arbeit von Edmund C. Quereau (1893) behandelt die Klippenregion von Iberg im oberen Sihlthal (Kanton Schwyz) und basiert auf detaillierten geologischen Aufnahmen im Massstab 1:25 000 (Blatt Iberg des Siegfried-Atlas).

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NF-3 : Die Klippenregion von Iberg (Sihltal)
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Abstract

Beiträge zur Geologischen Karte der Schweiz - NF 3
Die Arbeit von Edmund C. Quereau (1893) behandelt die Klippenregion von Iberg im oberen Sihlthal (Kanton Schwyz) und basiert auf detaillierten geologischen Aufnahmen im Massstab 1:25 000 (Blatt Iberg des Siegfried-Atlas). Ziel war eine möglichst genaue Darstellung der geologischen Verhältnisse dieser Region, insbesondere der dort auftretenden exotischen Gesteinsmassen (Klippen). Im beschreibenden Teil werden Stratigraphie und Tektonik des Gebietes analysiert: neben den normalen helvetischen Schichtfolgen (Perm bis Eozän) treten fremdartige Gesteine wie Hauptdolomit, Radiolarienhornstein, Fleckenmergel oder Spilit auf, die als «Klippenschichten» bezeichnet werden. Ihre Verbreitung, Lagerungsverhältnisse und Beziehung zum Flysch werden detailliert beschrieben.

Im theoretischen Teil diskutiert Quereau die Herkunft dieser Klippen und exotischen Blöcke, ihre tektonische Stellung sowie die Deutung als Reste eines «Vindelizischen Gebirges». Durch stratigraphische Vergleiche und Fossilfunde wird ihre ostalpine Herkunft belegt. Die Studie liefert einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der nordalpinen Klippenzone und stellt eine frühe Synthese dar, die bis heute für die Erforschung der Tektonik und Paläogeographie der Alpen von Bedeutung ist.Die Monographie von Carl Burckhardt (1893) behandelt die Kontaktzone zwischen Kreide und Tertiär am Nordrand der Schweizer Alpen, vom Bodensee bis zum Thunersee. Ziel war es, die tektonischen Strukturen dieser Zone systematisch zu erfassen, nachdem frühere Untersuchungen nur regionale Teilgebiete (Sentis, Rigi, Pilatus) abgedeckt hatten. Grundlage waren mehrjährige Feldarbeiten (1891–1892) auf der Basis der Siegfriedkarten, ergänzt durch eigene geologische Aufnahme und Profilzeichnungen. Der erste Teil liefert detaillierte Lokalbeschreibungen für die Gebiete Sentis, Thur–Linth, Linth–Sihl, Rigi und Pilatus–Thunersee, jeweils mit stratigraphischen Beobachtungen, Profilen und Zusammenfassungen.

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