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Veröffentlicht am 1. Januar 1988

AMP - GB-5: Sondierbohrung Riniken, Geologie

Die Sondierbohrung Riniken (Kt. Aargau) wurde von Juni 1983 bis Januar 1984 als dritte Tiefbohrung im Rahmen des Nagra-Programms zur Untersuchung der geologischen Eignung der Nordschweiz für die Endlagerung radioaktiver Abfälle abgeteuft.

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GB-5: Sondierbohrung Riniken, Geologie
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Abstract

Geologische Berichte - GB4
Die Sondierbohrung Riniken (Kt. Aargau) wurde von Juni 1983 bis Januar 1984 als dritte Tiefbohrung im Rahmen des Nagra-Programms zur Untersuchung der geologischen Eignung der Nordschweiz für die Endlagerung radioaktiver Abfälle abgeteuft. Mit einer Endteufe von 1800 m durchteufte sie eine rund 800 m mächtige mesozoische Sedimentbedeckung und anschliessend etwa 1000 m Sedimente des Permokarbon-Troges; das kristalline Grundgebirge wurde nicht erreicht, sondern wird in 3–7 km Tiefe vermutet. Umfangreiche Feld- und Laboruntersuchungen umfassten Stratigraphie, Sedimentologie, Petrographie, Geochemie, Geophysik und Strukturgeologie.

Die Bohrung lieferte über 860 m Kernmaterial, ergänzt durch Bohrkleinproben, die mineralogisch, geochemisch und petrophysikalisch analysiert wurden. Die Sedimente zeigen insgesamt geringe Kluftdichten; die meisten Klüfte sind mit Tonmineralen, Quarz und Calcit verfüllt. Wasserführende Zonen traten nur lokal auf – insbesondere im Schilfsandstein, Trigonodus-Dolomit, Buntsandstein und im Perm (950–1010 m Tiefe) – und sind an hohe Porosität oder seltene offene Klüfte gebunden. Insgesamt bestätigt die Bohrung eine sehr geringe Durchlässigkeit (K <10⁻¹⁰ m/s) und liefert grundlegende Daten zu Aufbau, Struktur und hydrogeologischen Eigenschaften des Nordschweizer Untergrundes.

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