Massnahmenplan

Das wertvolle Kulturgut an Momentaufnahmen der Landschaft aus verschiedenen Jahrzehnten soll erhalten und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird swisstopo die Erfassung und Digitalisierung der historischen Aufnahmen in den kommenden Jahren intensivieren. Damit kann die wiederkehrende physische Beanspruchung der Originale, welche die Zersetzung der analogen Fotografien infolge der natürlichen Alterung noch beschleunigt, in möglichst engen Grenzen gehalten werden. Darüber hinaus wird jedem Nutzer, jeder Nutzerin mit digitalen georeferenzierten Luftbilddaten ein rascher und unkomplizierter Zugang zu den Informationen ermöglicht.

Zeitplan und Etappierung

Mittelfristig soll der gesamte Bildbestand von swisstopo digitalisiert und zugänglich gemacht werden. Da dies nicht auf einen Schlag möglich ist, werden die verschiedenen Bestände in Etappen bearbeitet. Die Priorisierung erfolgt, indem Kriterien wie Erhaltungszustand, historischer und kultureller Wert, Flächendeckung der Produkte und Kundenbedürfnisse gegeneinander abgewogen werden. Forciert werden die Massnahmen bei einem Bestand von Luftbildern der Jahre 1946–1972, die von akutem Zerfall bedroht sind (Acetat- und Nitratnegative).

In einem Bericht über die Fotobestände bei swisstopo aus konservatorischer Sicht wurden im Sommer 2007 verschiedene akute und latente Schadenspotenziale festgestellt und entsprechende Massnahmen vorgeschlagen. Für die Erhaltung der besonders von Zerfallserscheinungen betroffenen und bedrohten Acetat-und Nitratnegative der Jahrgänge 1946–1972 setzte die Geschäftsleitung von swisstopo aufgrund der Dringlichkeit der Massnahmen im Frühling 2008 die nötigen Ressourcen frei. Für die weiteren Bestände wurde ein Bundesantrag für eine Zusatzfinanzierung gestellt, der im Frühling 2009 bewilligt wurde. Somit kann der «Massnahmenplan zur Erhaltung der raumrelevanten Bestände von swisstopo» umgesetzt werden.

Einzelne Massnahmen

Archivdokumente sind von altersbedingten Veränderungsprozessen bedroht: Nitratnegative werden mit zunehmender Degradation selbstentzündlich, und die bei der Alterung abgespaltenen nitrosen Gase reagieren zusammen mit Luftfeuchtigkeit zu Salpetersäure und greifen benachbarte Bilder an. Acetatnegativfilme spalten Essigsäure ab, die Filmträger schrumpfen und die Bildschicht löst sich in Schollen. Bei Glasnegativen entwickeln sich oft starke Silberspiegel (Aussilberungen), und auch hier können Schichtablösungen auftreten. Bei Farbdiapositiven bleichen je nach Verfahren einzelne Farbanteile stärker aus als andere und verändern somit den Farbeindruck.

 


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