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Technische Aufnahmen

Die sogenannten «Technischen Aufnahmen», die ab den 1880er-Jahren erstellt wurden, bilden den ältesten Sammlungsteil der Bildsammlung von swisstopo. Er umfasst rund 16000 fotografische Objekte. Die Aufnahmen zeigen häufig Referenzpunkte der Landestriangulationen. Dieser Sammlungsteil dokumentiert aber auch, wie seinerzeit gearbeitet wurde. Er erzählt damit Geschichten aus dem abenteuerlichen Leben der Landestopografen.

Handhabung der Fliegerkamera Wild um 1930
Handhabung der Fliegerkamera Wild um 1930

Bei den technischen Aufnahmen handelt es sich um einen besonderen fotografischen Teil der Bildsammlung von swisstopo mit einem hohen dokumentarischen Wert. Die ältesten Aufnahmen reichen bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Schwerpunkte der Themenbereiche veränderten sich im Laufe der Jahrzehnte mehrmals. Anfänglich beinhaltete die Sammlung vor allem die fotografische Dokumentation von Referenzpunkten der Landestriangulation, hauptsächlich Kirchtürme. Neben Orts- und Landschaftsbildern umfasst die Sammlung aber auch die Dokumentation der damaligen Arbeitsweise der Geodäten und Topographen mit ihren Messinstrumenten und Hilfsmitteln zur Kartenherstellung. In den Bestand integriert sind ausserdem die Portraitaufnahmen aller Mitarbeitenden der Landestopografie ab ca. 1920. Fotos von hochrangigen Mitarbeitern gehen sogar bis ca. 1870 zurück.

Fotohistorische Bedeutung des Bestandes

Der Bestand der technischen Aufnahmen zeigt auf eindrückliche Art und Weise, wie das Medium Fotografie bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts durch das Bundesamt für Landestopografie zu Dokumentationszwecken und kurze Zeit später auch für Reproduktionszwecke genutzt wurde. Dies also rund 30 Jahre bevor die Fotografie ihren bis heute aktuellen und primären Verwendungszweck bei der Landestopografie fand: die fotografische Aufnahme der Landschaft in Form von Messbildern als Grundlage für die topografische Vermessung.

Dieser Sammlungsteil steht damit in engem Kontext mit anderen bedeutenden historischen Dokumenten der Schweiz, indem er die Tätigkeit einer nationalen Institution dokumentiert, die über die eigentlichen technischen Endprodukte in Form unzähliger Karten, Messbildern und anderer Grundlagen hinausgeht. Die Bilder zeigen auf, wie die Schweiz vermessen und kartiert wurde. Die technischen Aufnahmen illustrieren Mitarbeitende, ihre Instrumente und ihre Tätigkeiten. Sie bilden eine einzigartige Kombination eindrücklicher Landschafts- und Architekturaufnahmen mit Fotos werktätiger Menschen in ihrer damaligen Umgebung, die heute zum Teil gar nicht mehr so existiert. Dies macht den Bestand – neben seiner fotohistorischen Bedeutung – auch technikgeschichtlich äusserst interessant.
 


Bundesamt für Landestopografie swisstopo Seftigenstrasse 264
Postfach
3084 Wabern
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+41 58 469 01 11

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Topografie
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