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Veröffentlicht am 8. Januar 2024

Geodätische Bezugssysteme

Ein geodätisches Bezugssystem definiert ein Koordinatensystem im Raum (Ursprung und Orientierung der Koordinatenachsen) zur Angabe räumlicher Positionen (Lage, Höhe) sowie der Schwere von Punkten. Diese Definition legt auch die Figur, die Grösse und die räumliche Lagerung der Bezugsfläche (meist ein Rotationsellipsoid) fest, allenfalls zusätzlich auch zugehörige physikalische Parameter des Schwerefeldes der Erde und eine Kartenprojektion. 

Mit den geodätischen Bezugssystemen werden die zu verwendenden Koordinatenachsen, deren Lage im Raum und die zu verwendende Referenzfläche definiert. Auch die Kartenprojektion ist darin definiert. In der Schweiz sind verschiedene globale und nationale Bezugssysteme im Gebrauch.

Globale terrestrische Bezugssysteme

Globale terrestrische Bezugssysteme sind geozentrische kartesische Koordinatensysteme mit dem Ursprung im Massenschwerpunkt M der Erde. Als «Conventional Terrestrial System» (CTS) wird jenes System bezeichnet, dessen Ursprung in M liegt, dessen Z-Achse durch den Nordpol («Conventional International Origin: CIO») geht, dessen XZ-Ebene den mittleren Nullpunkt im Observatorium in Greenwich enthält und dessen Y-Achse die Definition zu einem rechtshändigen Achsensystem ergänzt.

Lokale Bezugssysteme

Als lokale Bezugssysteme bezeichnet man die nationalen Koordinaten- und Höhensysteme, welche für die Landesvermessungen und die amtliche Vermessung der Länder im offiziellen Gebrauch sind. Dazu gehören auch die lokalen Bezugsellipsoide und die Kartenprojektionen mit ihren spezifischen Landeskoordinatensystemen.

Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Bereich Vermessung
Seftigenstrasse 264
3084 Wabern