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Strategie für vernetzte Geoinformationen: Bundesrat will einfachen Zugang für alle

An seiner Sitzung vom 11. Dezember 2020 hat der Bundesrat die neue «Strategie Geoinformation Schweiz» verabschiedet. Darin legt er dar, wie er aktuelle, verlässliche Geoinformationen vernetzen und für alle einfach zugänglich machen will.

11.12.2020 | DKW

Geoinformationen werden bei Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und im Alltagsleben immer wichtiger. Der Bundesrat will deshalb verlässliche, detaillierte und aktuelle Geoinformationen einfach zugänglich und vernetzbar machen.

Im Rahmen des Aktionsplans «Digitale Schweiz» hat der Bundesrat nun die «Strategie Geoinformation Schweiz» verabschiedet. Sie zeigt, welchen Beitrag die Geoinformation zur Digitalisierung und nachhaltigen Entwicklung der Schweiz künftig leisten soll. Mit der Vernetzung und Georeferenzierung von Informationen verfolgt der Bundesrat mit der Strategie die Absicht, digitales faktenbasiertes Geowissen zu schaffen, das nachhaltige Entscheidungen für eine lebenswerte, offene und fortschrittliche Schweiz ermöglicht.

Schaffung von digitalen Geoplattformen

Die für Bund und Kantone verbindliche Strategie baut auf den bisherigen, gemeinsam bereitgestellten Geodaten-Infrastrukturen auf. Diese werden in den kommenden Jahren durch die enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung weiterentwickelt und gestärkt.

Ein wichtiges Ziel ist die Schaffung von leistungsfähigen, digitalen Geoplattformen. Darauf sollen die Daten automatisiert erstellt, vernetzt und geteilt werden. Durch die intelligente Verknüpfung entsteht so neues Wissen und damit wichtige Grundlagen und Entscheidungshilfen für den Umgang mit unserem Lebensraum. Über offene und benutzerfreundliche technische Schnittstellen sollen Geoinformationen einfach in die Geschäfts- und Alltagsprozesse integriert werden können.
Ferner sieht die neue Strategie vor, Fachkenntnisse und spezifischen Kompetenzen in der Geodatenwissenschaft zu fördern, damit neue Ideen, Ansätze und Konzepte erprobt und später eingeführt werden können.

Erster Aktionsplan im Jahr 2021 vorgesehen

Die «Strategie Geoinformationen Schweiz» wurde unter Leitung des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo von Behörden aller Verwaltungsebenen sowie von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam erarbeitet. Verantwortlich für die Umsetzung ist das Koordinationsorgan für Geoinformation des Bundes GKG, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK. Unterstützt wird die Umsetzung von den jeweiligen Geschäftsstellen unter Einbezug der Städte und Gemeinden.

Als Instrument für die Umsetzung der neuen Strategie wird ein Aktionsplan mit Umsetzungszielen und Massnahmen erstellt. Dieser wird jährlich angepasst und von der GKG und der BPUK freigegeben. Dieses Vorgehen erlaubt die für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie nötige Agilität. Damit die Rechtssicherheit und der langfristige Investitionsschutz gewährleistet sind, werden Gesetzesanpassungen geprüft und gegebenenfalls initialisiert. Ein erster Aktionsplan ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Die GKG rapportiert jährlich dem VBS.

Für Rückfragen: Lorenz Frischknecht, Stv. Chef Kommunikation / Sprecher VBS, +41 58 484 26 17

Verantwortliches Departement: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS

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