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Meilenstein der digitalen Transformation – das neue Landeskartenwerk ist fertig

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo hat die letzten Daten und Kartenblätter der neuen Landeskarte publiziert. Damit ist nach sieben Jahren Neuaufbau ein Meilenstein erreicht, der insbesondere Verbesserungen bei der digitalen Nutzung des Landeskartenwerks mit sich bringt. Gleich bleibt die Qualität, der die Landeskarte auch ihren guten Ruf verdankt.

02.02.2021 | DKW

Innerhalb von sieben Jahren hat swisstopo die Landeskarten aller Massstäbe auf die neue Kartengeneration umgestellt. Mit der Publikation der beiden Blätter 42 Oberwallis und 43 Sopraceneri im Massstab 1:100 000 wurde die umfassende Modernisierung des Werkes abgeschlossen. Entstanden ist eine neue Kartengeneration, die den heutigen Bedürfnissen für die digitale Nutzung entspricht und damit gleichzeitig einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Schweizer Kartografie setzt.

Von Grund auf neu
Mit dem Aufbau des neuen Landeskartenwerks veränderten sich die Produktionsprozesse bei swisstopo grundlegend. Neu bildet das topografische Landschaftsmodell, die einheitliche Basis für die Karten. Aus dieser riesigen digitalen Geodatenbank werden sämtliche Inhalte abgeleitet. Die in 3D erfassten Daten werden für die Landeskarten aufbereitet. Die Produktion der verschiedenen Massstäbe erfolgt danach grösstenteils automatisiert und die Kartografinnen und Kartografen übernehmen mit ihrem Spezialwissen die komplexen Nachbearbeitungen. So war es möglich, den Aufwand für den Neuaufbau des Landeskartenwerkes deutlich zu reduzieren und parallel dazu die Nachführung erfolgreich umzusetzen.
Gleichzeitig wurde die Bereitstellung der Landeskarten im Geodatenportal des Bundes auf www.map.geo.admin.ch optimiert. Heute vergehen zwischen der Produktfreigabe durch die Kartografin oder den Kartografen und der digitalen Publikation im Portal nur noch wenige Stunden.

Eine moderne Grafik für bessere Lesbarkeit
Die sanfte Renovation der Kartengrafik erfolgte vor dem Hintergrund, dass Karten heute vermehrt digital und vielfach auch auf kleineren Smartphone-Bildschirmen genutzt werden. Der bewusste und sorgfältige Einsatz von weiteren Farben bei der Darstellung von Bahnen, Strassen und Grenzen verbessert die Lesbarkeit ebenso wie die Verwendung der Schweizer Frutiger-Schrift bei der Beschriftung der Inhalte. Damit kann die Aufgabe der Landeskarte als vollwertige topografische Karte zur Abbildung der Landschaft auch in Zukunft erfüllt werden.

Einbezug der Nutzerinnen und Nutzer als Erfolgsfaktor
Aufgrund der Popularität der Landeskarten in der Bevölkerung, war es von Beginn weg klar, dass grössere Änderungen am Landeskartenwerk nur unter engem Einbezug der Nutzerinnen und Nutzer erfolgen können. Bereits zum ersten Probeblatt der neuen Landeskarten und später zu den ersten publizierten Blättern wurden Umfragen durchgeführt. Diese stiessen auf grosses Interesse und zahlreiche Rückmeldungen konnten im weiteren Verlaufes der Produktion berücksichtigt werden. Auch die Armee brachte als wichtige Nutzerin der Landeskarten 1:50'000 und 1:100'000 ihre Anliegen und Bedürfnisse ein. Die Umfragen von Ende 2020 zeigten, dass das neue Erscheinungsbild der Landeskarte sehr positiv wahrgenommen wird und die hohen Erwartungen erfüllt.
Auf internationaler Ebene fand das neue Kartenwerk ebenfalls grosse Beachtung. Für die technische Umsetzung und die grafische Gestaltung gewann es mehrere internationale Preise. Auch die aus den Landeskarten abgeleiteten neuen Wanderkarten wurden international ausgezeichnet.

Entwicklung der Landeskarten geht weiter
Parallel zum grundlegend neuen Aufbau hat swisstopo selbst Entwicklungen angestossen, um zeitgemässe Nutzungen der Daten zu ermöglichen. Dazu gehören die neue swisstopo-App und die Möglichkeit, mit dem Produkt mySwissMap den Ausschnitt für eine Papierkarte selber zu bestimmen und beim Titel zu personalisieren.
Mit dem Abschluss des Aufbaus wurde ein grosser Schritt bei der digitalen Transformation des Landeskartenwerks gemacht. Die Entwicklung ist damit aber noch nicht abgeschlossen. In der kartografischen Produktion beginnt nun die Phase der Kartennachführung. Mit neuen Technologien und neuen Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer wird swisstopo die Landeskarte der Schweiz kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei soll auch in Zukunft die Qualität, die durch die Nutzer erwartet wird, erhalten bleiben.

 

Für weitere Informationen:
Ruedi Bösch, Kommunikation swisstopo, + 41 58 469 01 27, ruedi.boesch@swisstopo.ch

Bundesamt für Landestopografie swisstopo Seftigenstrasse 264
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