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Eine neue Karte des Geologischen Atlas der Schweiz 1:25000 in der Zentralschweiz

Das Gebiet von Atlasblatt Ibergeregg umfasst eine aussergewöhnlich vielfältige Anzahl an tektonischen und stratigraphischen Einheiten. Doch wie ist diese Viel-falt entstanden? Antworten liefert das von der Landesgeologie publizierte neue Atlasblatt 175 Ibergeregg des Geologischen Atlas der Schweiz 1:25000.

06.10.2022 | DKW

Das Gebiet von Atlasblatt Ibergeregg erstreckt sich von Westen nach Osten vom Ostende des Lauerzersees bis ins obere Sihltal, von Norden nach Süden vom Südende des Ägerisees bis in die Talebene von Brunnen – Schwyz.

Subalpine Molasse, Flysch und viele Kalkgesteine

Von Norden nach Süden fortschreitend gelangt man von der Subalpinen Molasse zu den viel älteren Sedimentgesteinen der Subalpinen Flysch-Zone, welche aus marinen Kalken, Mergeln und Sandsteinen besteht. Darüber überschoben sind die mächtigen Sandstein-Mergel-Abfolgen des Wägital-Flyschs. Dieser wurde in einem langsam sich schliessenden Tiefseebecken abgelagert.

Über dem Wägital-Flysch liegen die Internen Einsiedeln-Schuppen, deren Zusammensetzung mit der Subalpinen Flysch-Zone vergleichbar ist. Als nächsthöheres tektonisches Element folgen die verschiedenen, meist kalkigen Einheiten der Klippen-Decke. Charakteristische Gesteine dieser Einheit bauen die beiden markanten Gipfel der Mythen oberhalb von Schwyz auf.

Das höchste tektonische Element sind kleine Überreste der nördlichen Kalkalpen, welche die bescheidenen Gipfel des Roggenstocks und der Mördergruebi bilden. Es sind die speziellen Gesteine der Klippen-Decke und der nördlichen Kalkalpen, welche nur hier zusammen auftreten und den Geologen schon früh aufgefallen sind. Der südlichste Bereich von Atlasblatt Ibergeregg wird schliesslich von der Stirn der Drusberg-Decke eingenommen, deren kalkige Gesteine steil nach Nordwesten einfallen und unter die Wägital-Decke ziehen.

Eiszeit

Während der Letzten Eiszeit war der überwiegende Teil des Gebiets von Atlasblatt Ibergeregg von Eis bedeckt. Einzig die Mythen und vereinzelte hochgelegene Grate im Norden des Atlasgebiets blieben oberhalb der letzteiszeitlichen Maximalausdehnung; dabei trugen aber die Mythen, vor allem deren Ostseite, eigene Lokalgletscher. 

Für Auskünfte:

Sandrine Klötzli, Stv. Leiterin Kommunikation swisstopo, +41 58 469 02 88, sandrine.kloetzli@swisstopo.ch

Geologische Karten – wozu?

Die Blätter des Geologischen Atlas der Schweiz, mit dem Blattschnitt und der Topo-grafie der Landeskarte im Massstab 1:25 000 als Basis, geben detaillierte Auskunft über die Geologie an der Oberfläche. Profile zeigen zudem einen Blick in die Tiefe und veranschaulichen den tektonischen Bau der Region. Der Geologische Atlas der Schweiz ist ein wichtiges Entscheidungsinstrument im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, wie Tunnelbau, Baugrunduntersuchungen und Naturgefahren, aber auch eine Informationsquelle für die am Verständnis der Land-schaft und ihrer Geschichte interessierte Bevölkerung.


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