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Untiefer Untergrund

Insbesondere die obersten 500 Meter des Untergrunds werden heute stark genutzt. Rund 90 % der Untergrundnutzungen (Bautätigkeit, Trinkwassergewinnung, mineralische Rohstoffe, Erdwärmesonden) befinden sich in diesem Tiefenbereich, in welchem sowohl Fest- als auch Lockergesteine vorkommen.

3D-Schnitt durch die Region Birrfeld (AG): Neben dem Verlauf der Erdoberfläche und der Felsoberfläche sind die vorhandenen Lockergesteinsbohrungen ersichtlich.
3D-Schnitt durch die Region Birrfeld (AG): Neben dem Verlauf der Erdoberfläche und der Felsoberfläche sind die vorhandenen Lockergesteinsbohrungen ersichtlich.

Nutzung des untiefen Untergrundes

Das Interesse am Aufbau des untiefen Untergrundes ist sehr gross. Rund die Hälfte des Trinkwassers der Schweiz stammt aus den Lockergesteinsschichten nahe der Erdoberfläche. Ebenso bilden die oberflächennahen Lockergesteinsschichten eine wichtige Quelle für mineralische Rohstoffe (Kies- und Sandabbau). Zudem wird im untiefen Untergrund schweizweit Erdwärme (Geothermie) mittels Erdwärmesonden gewonnen. Nicht zuletzt stellen die obersten Locker- und Festgesteinsschichten den Baugrund für Siedlungs- und Verkehrswegebauten dar.

Grundlagedaten

Damit 3D-Modelle des untiefen Untergrundes erstellt werden können, müssen einheitlich strukturierte Daten vorliegen. Da der untiefe Untergrund intensiv genutzt wird, bestehen auch viele Daten über seinen Aufbau. Als wichtigste Datenquelle dienen die zahlreichen Aufzeichnungen von Bohrungen. Diese geben die Abfolge der geologischen Schichten an einer bestimmten Stelle wieder. Weitere Datenquellen bilden die Resultate von geophysikalischen Untersuchungen (Seismik, Gravimetrie, Geoelektrik, Elektromagnetik) oder geologische Profilschnitte. Die bereits flächendeckend verfügbaren geologischen Daten an der Oberfläche ermöglichen eine schweizweite Übersicht der geologischen Verhältnisse.

Geologische 3D-Modelle und ihre Unsicherheiten

Die Lockergesteinsschichten sind oft heterogener aufgebaut als die darunter liegenden Festgesteinsformationen. Zudem ist die Verteilung der vorhandenen Daten sehr unterschiedlich. Damit geologische 3D-Modelle des untiefen Untergrundes mit entsprechender Aussagekraft bereitgestellt werden können, müssen neben geologischen Informationen auch deren Qualität und Unsicherheit modelliert werden. Die Landesgeologie berücksichtigt dies bei der geologischen 3D-Modellierung, damit in Zukunft möglichst aussagekräftige geologische Grundlagedaten und geologische 3D-Modelle vorliegen.

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