Verschiedene Arten von Grenzen

Bei der Landesgrenze unterscheidet man primär künstlich festgelegt und natürliche Grenzen.

Künstlich festgelegte Grenzen

Die Topografie der Schweiz ist so beschaffen, dass unsere Grenzen durch Städte (Genf, Basel, Konstanz, Chiasso), auf festem Boden (717 km), in Seen, Flüssen und Bächen (472 km) sowie im Gebirge und im Hochgebirge (746 km) verlaufen.

Die Grenzabschnitte auf festem Boden sind durch 7’132 Grenzzeichen vermarkt, wobei es sich grösstenteils um «schöne Steine» im Gelände handelt, die durch gerade Linien miteinander verbunden sind. Man spricht hier von künstlich festgelegten Grenzen. 

Natürliche Grenzen

Seen, Fliessgewässer und Berge bilden eine natürliche Grenze ohne spezielle Kennzeichnung im Gelände. In Seen und Fliessgewässern verläuft die Grenze in der Regel in deren Mitte: Der Genfer See bildet die Grenze mit Frankreich, der Rhein mit Deutschland, der Inn mit Österreich. Der Doubs im Kanton Jura stellt eine Ausnahme dar, denn hier folgt die Grenze der Uferlinie auf Schweizer Seite. Gleiches gilt für die Morge in St-Gingolph, wo die Oberkante des Ufers auf Schweizer Seite als Grenze definiert wurde. Im Bodensee fehlt noch immer eine Grenzfestlegung.

Im Gebirge wird die «Wasserscheidelinie» (also der jeweilige Bergkamm) als natürliche Grenze festgelegt. Auch diese Linie wird nicht im Gelände gekennzeichnet. Auf Gletschern und Firn bewegt sie sich demzufolge und folgt den morphologischen Veränderungen. 


Bundesamt für Landestopografie swisstopo Seftigenstrasse 264
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