Kartenherstellung

Zur Herstellung einer Karte sind eine ganze Reihe einzelner Schritte notwendig. Von der Vermessung über die auf Luftbildern basierende Erfassung der Landschaftsobjekte und deren Speicherung in riesigen Datenbanken, bis hin zur kartografischen Bearbeitung und der Publikation einer Karte am Bildschirm oder auch auf Papier, sind zahleiche Fachleute involviert.

Flugzeug, Vermessung im Feld und Kartenausschnitt

Um eine Karte herzustellen, braucht es eine ganze Reihe von teilweise aufwändigen Arbeitsschritten. Zuerst muss man wissen, wo auf der Erdoberfläche sich die verschiedenen Objekte der Landschaft befinden. Dafür vermessen die Fachleute von swisstopo die Schweiz. Basierend auf diesen Vermessungsgrundlagen fotografieren die Spezialisten vom Flugdienst systematisch die Landschaft aus einem Flugzeug. Die Informationen aus den Luftbildern dienen den Topografen von swisstopo als wichtige Grundlage, um daraus die ein digitales Modell der Landschaft mit allen relevanten Informationen zu erstellen.

In einem nächsten Arbeitsschritt wird aus diesem topografischen Landschaftsmodell eine Karte generiert. Dabei müssen die verschiedenen Objekte wie Häuser oder Strassen grafisch vereinfacht werden, damit sie gut lesbar sind. Dieser Vorgang wird als „Generalisierung“ bezeichnet. Die Darstellung ist dabei für jedes Objekt eindeutig geregelt.Je nach Massstab der Karte wird z.B. ein Dorf als Kreis oder als eine Gruppe Rechtecken dargestellt, welche die einzelnen Gebäude symbolisieren. Diese Arbeit übernimmt heute zur Hauptsache eine Software, nur die Detailkorrekturen erfolgen noch manuell durch die Kartografen.

Nach wie vor hängt die Lesbarkeit einer Karte – ob am Bildschirm eines Smartphones oder auf Papier – direkt von der kartografischen Gestaltung ab. Seit jeher sind die Landeskarten der Schweiz für ihre Geländedarstellung weltberühmt. Die Kombination aus Reliefschattierung, Fels, Geröll und Gletscher prägen auch im digitalen Zeitalter das Erscheinungsbild.

Zum Verständnis einer Karte ist die Beschriftung ebenso wichtig. Dabei geht es nicht nur um eine gute Lesbarkeit sondern auch um die korrekte Schreibweise der Orts- und Flurnamen. In der Regel sind dafür die Kantone zuständig.

Die Landeskarte in den verschiedenen Massstäben bildet das nationale Kartenwerk. Die Landeskarte dient aber auch als Basis für zahlreiche andere Karten und Anwendungen. Am bekanntesten sind die Wander- und Skitourenkarten sowie aeronautische und geologische Karten. Daneben existieren eine Vielzahl an weiteren Produkten, welche die Landeskarte als Ganzes oder auch immer mehr in einzelnen Teilen als Basis verwenden.

Damit stets möglichst aktuelle Daten zur Verfügung stehen, müssen die swisstopo-Produkte auch laufend aktualisiert werden. Zurzeit wird das Landeskartenwerk mit der neuen Landeskarte NLK neu aufgebaut. Mit neuen Technologien wird es möglich sein, die Kartenblätter künftig häufiger nachzuführen.

Aber auch längst nicht mehr aktuelle Karten werden nachgefragt. Alte und historische Karten dokumentieren die Landschaftsentwicklung. Deswegen behalten auch alte Karten als Landschaftsgedächtnis ihren Wert.

Dokument

  • Mit guten Karten zu besseren Entscheiden
    Kartografische Inhalte in digitalen Anwendungen sind unverzichtbar geworden. Sie begleiten uns in vielen Lebenslagen und prägen unsere Entscheide beruflich und privat (Informationsbroschüre).
    PDF, 16 Seiten, 2 MB, Deutsch

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