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Grundlagen der Karten

Zur Herstellung der Karten sind zahlreiche einzelne Schritte nötig. Mittels einer Luftbildkamera wird vom Flugzeug aus die Schweiz fotografiert. Diese Bilder werden auf Basis der Vermessung georeferenziert und anschliessend ausgewertet. Diese Daten werden im Topografischen Landschaftsmodell erfasst und gespeichert. Die Kartografie erarbeitet danach auf der Grundlage dieser hochpräzisen Daten die Landeskarten.

Geodäsie

Vermessungsingenieur mit Vermessungsgerät im Feld
Vermessungsingenieur im Feld

Die Geodäsie, oder Vermessung, liefert die Grundlagen für die Abbildung der Erdoberfläche mit Lage- und Höhenangaben. Mit Hilfe einer Kartenprojektion kann die dreidimensionale Erdoberfläche auf eine zweidimensionale Ebene übertragen werden.

Weil die Erde keine regelmässige Kugel ist, sind bei jeder Abbildung Verzerrungen unvermeidlich. Deshalb muss man sich für eine bestimmte Projektion entscheiden, welche im abzubildenden Gebiet möglichst wenig Verzerrungen aufweist.

swisstopo entschied sich bereits 1935 für die in den heutigen Landeskarten immer noch gebräuchliche schiefachsige, winkeltreue Zylinderprojektion. Die Dufour- und Siegfriedkarten hingegen basierten noch auf einer Kegelprojektion.

Für die praktische Vermessung existieren geodätische Lage- und Höhenfixpunktnetze.

Der Nullpunkt des Lagefixpunktnetzes liegt in Bern mit den Koordinatenwerten  E = 2'600'000 m (Ost) und N = 1'200'000 m (Nord). Diese Koordinatenwerte sind u.a. am Rand der gedruckten Karten aufgeführt.

Als Ausgangspunkt des Schweizerischen Höhensystems dient der «Repère  Pierre du Niton» in Genf mit einer Höhe von 373,6 m.

Topografie

Auf Basis der geodätischen Grundlagen erfolgen weitere Arbeitsschritte. Ein mit einer hochauflösenden Luftbildkamera ausgestattetes Flugzeug fotografiert die Landschaft von oben. Diese Bilder sind ebenfalls verzerrt und müssen daher georeferenziert werden. Erst dann können die Bilder fotogrammetrisch ausgewertet und verwendet werden.

Punktuell werden zusätzlich einzelne unklare Situationen direkt vor Ort im Gelände verifiziert.

Ebenfalls vom Flugzeug aus werden mit Laserscanning hochpräzise die Gelände- und Objekthöhen ermittelt.

Die mit diesen Methoden gewonnenen Daten werden zu einem dreidimensionalen Geodatensatz verarbeitet und zum Teil mit Daten aus anderen Quellen ergänzt. Das so entstehende Landschafts- und Höhenmodell bildet die Grundlage für die Kartenherstellung.          

Kartografie

Auf Basis des Topografischen Landschaftsmodells kümmert sich die Kartografie um das Bereitstellen des Landeskartenwerks. Dieses umfasst die topografischen Karten in analoger und digitaler Form (Kartendaten) und deckt die Schweizer Landesfläche sowie das angrenzende Ausland ab. Die periodische Aktualisierung erfolgt mindestens alle sechs Jahre.

Von den gedruckten Landeskarten werden bei Bedarf Zusammensetzungen erstellt. Diese weichen von der üblichen Standard-Blatteinteilung ab. Für militärische Zwecke erstellt swisstopo in Absprache mit der Armee Spezialanfertigungen. Darüber hinaus werden weitere Produkte im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben hergestellt, so z.B. Luftfahrtkarten und geologische Karten usw.


Bundesamt für Landestopografie swisstopo Seftigenstrasse 264
Postfach
3084 Wabern
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+41 58 469 01 11

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Kartografie
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