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Technik

Auch in der Kartografie haben sich die Werkzeuge seit 1845 grundlegend verändert. Zur Herstellung der Karten sind aber auch heute zahlreiche einzelne Schritte nötig. Mittels einer Luftbildkamera wird vom Flugzeug aus die Schweiz fotografiert. Diese Bilder werden auf Basis der Vermessung georeferenziert und anschliessend ausgewertet. Diese Daten werden im Topografischen Landschaftsmodell erfasst und gespeichert. Die Kartografie erarbeitet danach auf der Grundlage dieser hochpräzisen Daten die Landeskarten.

Kupferstich 1845-1949

Kartograf beim Stechen auf Kupferplatte
Kupferstich

Dieses Verfahren wurde für die Dufour- sowie später für die Siegfriedkarte und teilweise auch für die Landeskarte angewendet. Der Kupferstecher hat die Karte seitenverkehrt mit speziellen Werkzeugen auf Kupferplatten gestochen. Diese Platten wurden direkt für den Kupferdruck verwendet.

Lithografie 1870-1949

Kartograf bei Arbeit auf Lithostein
Lithografie

Die Lithografie war im 19. Jahrhundert eines der meist angewendeten Verfahren für die Kartenherstellung. Die Gebirgsblätter der Siegfriedkarte 1:50‘000 wurden auf Lithografiesteinen seitenverkehrt erstellt. Eine grosse Herausforderung war das Gewicht der Steine.

Schichtgravur 1952-1999

Kartograf mit Gravurring bei Glasgravur
Glasgravur

Die Schichtgravur auf Glas löste 1952 den Kupferstich zur Originalherstellung ab. Die Technik galt als Spitzentechnologie und war eine Eigenentwicklung der Landestopografie. Auf die Glasplatte wurde eine 3/1000 mm dünne Gravurschicht aufgetragen. In diese Schicht haben die Kartografen mit speziellen Gravurwerkzeugen das Kartenbild negativ aber seitenrichtig graviert.

CAD-Technik 1999 bis 2013

Kartografin arbeitet am PC
CAD-Arbeitsplatz

Die Original-Glasplatten der Landeskarten wurden ab 1999 eingescannt und anschliessend durch die Kartografen mit einem CAD-Programm vollständig am Computer bearbeitet. Die Änderungen wurden in die bestehenden Rasterdaten eingearbeitet und bildeten die Grundlage für die gedruckte Karte und die Pixelkarte.

GIS-Kartografie 2012 bis heute

Kartograf arbeitet am PC
GIS-Arbeitsplatz

Der Neuaufbau des Landeskartenwerkes in vektorieller Form in einem datenbankbasierten Geoinformationssystem begann 2012 mit der Landeskarte 1:1 Million. Ab 2013 erfolgte die teilautomatisierte Produktion der neuen Landeskarte 1:25‘000 auf Basis des Topografischen Landschaftsmodells. Dabei wurde der Fels und das Relief von der bisherigen Landeskarte übernommen und die Geröll- und Höhenliniendarstellung neu erstellt.

 


Bundesamt für Landestopografie swisstopo Seftigenstrasse 264
Postfach
3084 Wabern
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+41 58 469 01 11

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