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Fakten zur neuen Landeskarte

Der Publikation der neuen Daten und Karten gingen umfangreiche Projektarbeiten voraus. 2001 wurde eine erste Vorstudie erarbeitet und 2006 eine erste Vernehmlassung durchgeführt, bevor 2011 mit der Produktion der Landeskarte 1:1 000 000 begonnen werden konnte. Seither erscheinen laufend die neuen Karten, welche primär an der neuen Grafik zu erkennen sind. Die eigentliche Neuerung ist aber diejenige auf dem Niveau der neuen Daten, welche die Karte wesentlich flexibler machen.

Projektmeilensteine

  • 2001    Projektbeschluss für das Konzept auf Grundlage einer Vorstudie der ETH Zürich
  • 2003    Genehmigung der Projekt- und Systemziele durch swisstopo
  • 2006    Beschaffungsentscheid für die systemseitigen Komponenten
  • 2006    Vernehmlassung der Kartenprobe der Landeskarte 1: 25 000
  • 2011    Produktion der Landeskarte 1:1 Mio. unter Einbezug neuer Systemkomponenten
  • 2013    Systemabnahme der Produktionssysteme
  • 2013    Produktionsbeginn der neuen Landeskarte 1:25 000
  • 2014    Publikation der ersten Blätter 1:25 000
  • 2015    Publikation der neuen Landeskarte 1:500 000 als Hintergrund der ICAO-Karte
  • 2016    Produktionsbeginn der Landeskarte 1:50 000
  • 2016    Publikation der ersten vollautomatisch erstellten Landeskarte 1:10 000 in map.geo.admin.ch
  • 2016    Publikation der ersten Blätter 1:50 000
  • 2018    Publikation der Wanderkarte 1:50 000 mit neuer Kartengrafik

Die Technik

Während im Jahr 2000 bei der letzten Änderung der kartografischen Werkzeuge von der Schichtgravur zur CAD-Produktion die Gravurstichel durch die Computermaus ersetzt wurden, vollzieht die Kartografie nun weitere wichtige technische Entwicklungen:

  • Einführung automationsunterstützter Generalisierung
  • Einführung datenbankgestützter kartografischer Bearbeitung
  • Aufbau Digitaler Kartografischer Modelle (DKM)
  • Möglichkeit der automationsunterstützten schrittweisen Nachführung

 

Damit rücken die digitalen Daten, die in den DKM entstehen, in den Vordergrund – die gedruckte Karte wird zur Ableitung, das heisst, sie ist nur noch eines von verschiedenen möglichen Produkten, die aus den digitalen Daten gewonnen werden können.

Für die Geländedarstellung, welche ein Markenzeichen ist und die Schweizer Landeskarte international einzigartig macht, werden bestehende Elemente, wie das Relief und der Fels in die neue Karte übernommen. So bleibt der unverwechselbare Charakter der Landeskarte auch mit neuen Technologien erhalten.

Prozesse

Mit den neu zur Verfügung stehenden Werkzeugen geschieht gleichzeitig eine grundlegende Umkehr der Produktionsprozesse. Früher war die Karte die Basis für alle weiteren Produkte und Daten. Mit dem Topografischen Landschaftsmodell TLM und den neuen Höhenmodellen mit höherer Genauigkeit, können nun noch bessere und präzisere Daten für das DKM genutzt werden, welche die Grundlage sind für Produkte wie z.B. Apps oder die gedruckten Landeskarten.

Darüber hinaus werden die bereits im TLM integrierten Daten Dritter, wie z.B. die Daten der amtlichen Vermessung für die Beschriftung, auch für das Digitale Kartografische Modell und die somit für Landeskarte verwendet. So entstehen durchgängig einheitliche Produkte und doppelspurige Arbeiten werden vermieden.

Die Grafik

Bereits 1994 und 1998 hat sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von swisstopo, des Instituts für Kartografie der ETH Zürich und dem Geografischen Institut der Universität Zürich mit der Überarbeitung der Kartengrafik der Landeskarte 1:25 000 befasst und Vorschläge erarbeitet. Kleinere Anpassungen sind in die laufende Nachführung mit CAD-Technik eingeflossen.

Eine grössere Revision wurde auf einen späteren Neuaufbau vertagt und erst wieder mit den Kartenproben 2006 für die neue Landeskarte auf Basis der DKM aufgegriffen. Schon Ende des letzten Jahrtausends war man sich aber bewusst, dass die Anpassungen vor allem Verbesserungen für eine digitale Nutzung bringen sollten. Wesentliche Änderungen sind:

  • konsequentes Einhalten der Minimalgrössen und -abstände bei leicht grösseren Minimaldimensionen zur Verbesserung der Lesbarkeit
  • Verzicht auf einseitig schattierte oder gestrichelte Doppellinien
  • farbige Darstellung des Bahnnetzes und der Bahnhöfe
  • Abstufung des Strassennetzes nach Breite und farbliche Differenzierung der Verkehrsbedeutung
  • Verwendung einer neuen serifenlosen Schweizer Schrift (Frutiger)
  • Darstellung der sich speziell in alpinen Regionen verändernden Waldfläche ohne zusätzliche Konturlinie
  • Farbbänder für Gemeinde-, Kantons- und Landesgrenzen

Perspektiven in der Nutzung 


Mit der neuen Karte bzw. den DKM entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten. Insbesondere begründet sich dies durch die neu entstehenden Vektor-Daten anstelle der bisher verfügbaren Pixelkarten. Die Vorteile sind:

  • Möglichkeit der flexiblen Visualisierung der Kartografie (z.B. Farben, Objektdarstellungen)
  • die Verknüpfbarkeit der kartografischen Daten mit Attributen (= zuordenbare Informationen) und Daten Dritter
  • vom Blattschnitt der gedruckten Karten unabhängige Datenbearbeitung und -bereitstellung
  • nach Ebenen und Objekten getrennte detaillierte inhaltliche Strukturierung und Darstellung (z.B. nur Strassennetz oder nur Gewässernetz)

 

Möglichkeit nach dem Aufbau zukünftig rascher aktualisieren zu können.

Publikationen

Dokumente

  • Flyer Neue Landeskarte der Schweiz
    Faltprospekt im Format A5: zeigt, erklärt und illustriert die neue Landeskartengrafik (NLK).
    PDF, 10 Seiten, 5 MB, Deutsch
  • Zeichenerklärung
    Faltprospekt im Format A5 für die Massstäbe 1:10 000, 1:25 000, 1:50 000 und 1:100 000. Darin sind alle Zeichen und Symbole enthalten, die zum richtigen Kartenlesen notwendig sind.
    PDF, 12 Seiten, 4 MB, Deutsch
  • Infoblatt Neue Landeskarte 1:25 000
    Stand des Aufbaus der neuen Landeskarte der Schweiz.
    PDF, 1 Seiten, 3 MB, Deutsch
  • Infoblatt Neue Landeskarte 1:50 000
    Stand des Aufbaus der neuen Landeskarte der Schweiz.
    PDF, 1 Seiten, 1 MB, Deutsch

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