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Häufig gestellte Fragen

Die am häufigsten gestellten Fragen rund um die neue Landeskarte und das Digitalen Kartografischen Modell sind hier zusammengestellt.

Landeskarte 1:10 000

Die Landeskarte 1:10'000 basiert auf dem Topografischen Landschaftsmodell TLM und für die Geländedarstellung (Relief, Fels, Lichtton) auf der Landeskarte 1:25'000.

Ja, da sie weniger stark generalisiert ist. Dadurch werden beispielsweise Strassenverläufe oder Hausformen detaillierter dargestellt oder mehr Einzelbäume gezeigt. Die Landeskarte 1:10'000 enthält zudem mehr Beschriftungen.

Ein nationaler amtlicher Datensatz mit Strassennamen befindet sich im Aufbau. Nach Vorliegen dessen ist eine Integration in die Landeskarten möglich. In der Ausgabe 2019 werden erste Gebiete Strassennamen enthalten.

Die Qualität der Darstellung entspricht derjenigen der neuen Landeskarten. In wenigen Einzelfällen wurden aufgrund des anderen Massstabs Symbolisierung und Auswahl der Objekte angepasst. Bei einzelnen Objekten ist aufgrund der zugrundeliegenden Daten und der vollautomatischer Weiterverarbeitung die grafische Darstellung nicht optimal möglich, so etwa bei den Autobahn-Ein- und Ausfahrten.

Die Daten der Landeskarte 1:10'000 basieren auf dem jährlich qualitätsgeprüften Datenstand des Topografischen Landschaftsmodell (TLM) und dessen Aktualitätsstand zum Erhebungszeitpunkt.

Die Landeskarte 1:10‘000 ist eine kartografische Darstellung, die grundsätzlich räumlich-visuelle Analysen ermöglicht. Für die Analysen mit hohem Genauigkeitsanspruch wird jedoch empfohlen, die Daten des Topografischen Landschaftsmodells zu verwenden.

Die Landeskarten werden im 6-Jahreszyklus aktualisiert. Einzelne wichtige Ereignisse werden in den Daten zudem separat nachgeführt. Längerfristig ist eine Verkürzung der Nachführung in Abhängigkeit der Verfügbarkeit aktualisierter Grundlagen angestrebt.

Die Landeskarte 1:10'000 beruht auf dem Topografischen Landschaftsmodell, welches das Gebiet der Schweiz abdeckt. Eine Ausdehnung auf das angrenzende Ausland ist - auch aufgrund fehlender ausländischer Grundlagen - nicht möglich und nicht geplant.

Die anderen Landeskarten benötigen eine kartografische Generalisierung (Vereinfachung in der Darstellung und Reduktion des Inhaltes) um die Lesbarkeit zu gewährleisten. Diese Prozesse sind heute zu 80% automatisiert. Längerfristig ist eine höhere Automation angestrebt, wobei der damit verbundene Aufwand im Verhältnis zu möglichen Einsparungen und resultierenden Qualitätseinbussen zu setzen ist.

Die Felszeichnung wird aus der Landeskarte 1:25'000 übernommen und für den Massstab automatisch optimiert. Veränderungen, z.B. aufgrund von Gletscherrückgängen werden zuerst in der Landeskarte 1:25'000 manuell bearbeitet.

Ja, die Karte ist in vektorieller Form verfügbar: Swiss Map Vector 10

 

 

Die Landeskarte 1:10'000 kann bis zum Format A3 aus dem Geoportal www.map.geo.admin.ch ausgedruckt werden. Eine gedruckte Karte wird nicht als Standard angeboten.

 

Nein, die Landeskarte ist als Ergänzung und Unterstützung zu verstehen. Der Basisplan der Amtlichen Vermessung nutzt bereits heute Elemente, die in der Landeskarte 1:10'000 vorhanden sind. Er liegt über die Schweiz nicht vollständig vor. Mit der Landeskarte 1:10'000 steht der Amtlichen Vermessung ein homogener und flächendeckender  Datensatz über die Schweiz zur weiteren Verwendung zur Verfügung, der die amtliche Vermessung in ihren Arbeiten unterstützt. 

Landeskarte 1:25 000

swisstopo beginnt mit der umfassenden Modernisierung des grössten amtlichen Kartenwerks der Schweiz – der Landeskarte 1:25‘000 – mit 247 Blättern. Dazu werden Daten aus dem Topografischen Landschaftsmodell und dem Höhenmodell übernommen, die Prozesse der kartografischen Produktion automatisiert und die Daten flexibel in einem Digitalen Kartografischen Modell aufgebaut und bereitgestellt. Dies für die digitale Nutzung ebenso wie für gedruckte Produkte. Die Ablösung der alten Landeskarte 1:25‘000 erfolgt gleichzeitig mit der Nachführung der einzelnen Kartenblätter und soll 2019 abgeschlossen sein. Dank der Automatisierung nimmt die Effizienz zu und es wird künftig möglich sein die neue Landeskarte 1:25‘000 rascher zu aktualisieren als heute.

Die ab den 1950er Jahren entstandene Landeskarte 1:25‘000 entspricht nicht mehr den Möglichkeiten von heute. Sie basiert auf dem damaligen Stand der Technik und den damals zur Verfügung stehenden topografischen Grundlagen. Anforderungen wie flexiblere Datennutzung für verschiedene Medien, effizientere Prozesse in der Produktion, höhere Genauigkeit und raschere Aktualisierung der Daten lassen sich nur erfüllen, wenn eine umfassende Modernisierung erfolgt und die Landeskarte 1:25'000 auf eine neue Basis gestellt wird. Dies betrifft sowohl die topografischen Grundlagen wie auch die technischen Prozesse.

Die Unterschiede umfassen drei Punkte: Die verwendeten Grundlagen, die Darstellung und die Nutzungsmöglichkeiten. 

Mit dem Neuaufbau der Karte auf der Basis des Topografischen Landschaftsmodells und des Höhenmodells werden noch bessere und präzisere Daten als Grundlage genutzt. Darüber hinaus werden die bereits im Topografischen Landschaftsmodell integrierten Daten anderer Stellen - wie z.B. die Daten der amtlichen Vermessung für die Beschriftung - auch für die Landeskarte eingesetzt. So entstehen durchgängig einheitliche Produkte und doppelspurige Arbeit wird vermieden. 

Die Anpassungen in der Darstellung von der alten zur neuen Karte bringen weitere Verbesserungen vor allem für eine digitale Nutzung mit sich. Wesentliche sichtbare Änderungen sind:

  • leicht grössere Minimaldimensionen und –abstände von Objekten zur Verbesserung der Lesbarkeit
  • Verzicht auf einseitig schattierte oder gestrichelte Doppellinien
  • farblich differenzierte Darstellung des Bahnnetzes und der Bahnhöfe gegenüber den Strassen
  • Abstufen des Strassennetzes nach Breite und Farbunterstützung für die Verkehrsbedeutung
  • Verwendung der neuen serifenlosen Schweizer Frutiger-Schrift
  • Darstellung der sich speziell in den alpinen Regionen verändernden Waldfläche ohne zusätzliche Konturlinie
  • Einführung farbiger Grenzbänder (Gemeinde-, Kantons- und Landesgrenzen)

 

Mit der neuen Karte entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten. Insbesondere begründet sich dies durch die neu entstehenden Daten in vektorieller Form anstelle der bisher nur verfügbaren Pixelkarten.

Hinter den gedruckten Karten verbergen sich neu viel flexiblere Daten, die auch eine vielfältige Nutzung bei Anwendungen wie Swiss Map online und in Diensten wie map.geo.admin.ch oder Spezialanwendungen für Ingenieure oder Planer zulassen:

  • die Möglichkeit der variablen Darstellung der Kartografie (z.B. Farben, Objektdarstellungen)
  • die Verknüpfbarkeit von kartografischen Daten mit Attributen (= zuordenbare Informationen) und Daten Dritter
  • die vom Blattschnitt der gedruckten Karten unabhängige Datenbearbeitung und –bereitstellung
  • die nach Ebenen und Objekten getrennte detaillierte inhaltliche Strukturierung und Darstellung (z.B. nur Strassennetz oder nur Gewässernetz)
  • die Möglichkeit nach dem Aufbau zukünftig rascher aktualisieren zu können

Die Aufbauplanung orientiert sich am 6-jährigen gesetzlich vorgegebenen Nachführungszyklus.

Ja, es werden alle Massstäbe umgestellt. Die Umstellung der Landeskarte 1:1 Million ist bereits 2011 erfolgt. Die anderen Massstäbe der Landeskarten folgen schrittweise. Es handelt sich bei der Umstellung um ein langfristiges Projekt.

Ja, im Rahmen der Nachführung werden die alten Blätter der Landeskarte mit denen der neuen schrittweise ausgetauscht. Alte Landeskarten sind auf map.geo.admin.ch (Zeitreise) zu finden.

Nein. Die Gebühren für gedruckte Landeskarten und Daten bleiben unverändert und sind in der Verordnung des VBS über die Gebühren des Bundesamtes für Landestopografie (GebV-swisstopo, SR 510.620.2) enthalten. Für den Endkunden ist die gedruckte Landeskarte 1:25‘000 gleich günstig wie bisher, d.h. CHF 14.00.

Die Preise der digitalen Karten werden sich, gleich wie bei den gedruckten Landeskarten, nicht ändern.

Ja und sogar noch etwas besser. Die einzigartige Felszeichnung und Reliefdarstellung wird aus der alten Landeskarte übernommen. Die Höhenlinien hingegen sind aus einem neuen digitalen und gegenüber der alten Landeskarte genaueren, Höhenmodell abgeleitet. Dies gilt auch für die Angabe von Höhenpunkten.

Langfristig können Kosten eingespart werden, da die Nachführungsaufwände reduziert werden. Grund dafür ist die Automation bisher manuell ausgeführter Bearbeitungsschritte. Es ist allerdings sehr schwierig, den finanziellen und wirtschaftlichen Nutzen schon heute konkret in Kostenangaben zu beziffern. Der anspruchsvolle Aufbau des Digitalen Kartografischen Modell und der neuen Landeskarte 1:25‘000 erfolgt mit bestehenden Mitteln. Der Nutzen wird anschliessend bei der Nachführung bzw. durch eine Verkürzung des Aktualisierungszyklus wirksam, nachdem die Fläche der gesamten Schweiz aufgebaut ist.

Die allgemeinen gesetzlichen Grundlagen sind im Bundesgesetz über Geoinformation vom 5. Oktober 2007 (Geoinformationsgesetz, SR 510.62) festgelegt. Der Leistungsauftrag 2012-15, welcher swisstopo vom Bundesrat erteilt wird, enthält Aufgaben, Strategie und Ziele sowie den finanziellen Rahmen. Die Modernisierung der Landesvermessung ist darin als eines der wichtigsten strategischen Ziele definiert. Der aktuelle Leistungsauftrag dient als Vorgabe für die jährliche Ausarbeitung der Leistungsvereinbarung zwischen dem Departement und der FLAG-Verwaltungseinheit swisstopo.

Die wichtigste Grundlage für die Umsetzung ist das Topografische Landschaftsmodell. Es wird bis Ende 2016 flächendeckend vorliegen. Erst danach ist der Aufbau der neuen Digitalen Kartografischen Modelle und der neuen Landeskarte 1:25‘000 über die vollständige Fläche der Schweiz möglich. Damit eine kontinuierliche Lieferung von Kartenblättern und eine möglichst hohe Aktualität gewährleistet ist, erfolgt der Aufbau ab 2013 entlang der geplanten Gebiete des gesetzlich vorgegebenen 6-Jahreszyklus. Zudem kann der Aufbau bei swisstopo so ohne zusätzlichen Personalaufbau für diese Aufgabe erfolgen.

Für den privaten Anwender bringt die neue Landeskarte ein modernes, attraktives und gut lesbares Kartenbild in gedruckten und digitalen Produkten. Sie eröffnet zudem durch flexible Daten in Anwendungen und Diensten neue individuelle Darstellungs- und Nutzungsmöglichkeiten. 

Für den Profianwender sind die Vorteile vor allem in der flexiblen Darstellung und bei der Verknüpfung mit weiteren Daten zu finden. 

Dort wo vorhanden, werden die aktuellsten verfügbaren Geodaten der Nachbarländer direkt integriert. Dort wo diese nicht vorhanden oder verfügbar sind, wird während dem Aufbau die bisherige Landeskarte integriert.

Die Höhenpunkte, insbesondere über 2‘000m, sind einem neuen Geländemodell entnommen, das eine wesentlich höhere Genauigkeit hat. Während die Daten in der bisherigen Landeskarte auf dem Digitalen Höhenmodell 25 (DHM25) mit einer Genauigkeit von 3-8m in den Alpen beruhen, nutzt die neue Landeskarte das neu erstellte Höhenmodell swissALTI3D mit einer mittleren Genauigkeit von +/- 0.5m.

Diese Genauigkeitsangaben betreffen die Geländemodelle. Diese werden zur Ermittlung der Höhenkoten von nicht als Vermessungspunkte markierten Punkten im Gelände verwendet, z.B. auf einer Weggabelung auf einem Waldweg. Ebenfalls können Höhenangaben von Hügeln, Pässen und Gipfeln mit Namen betroffen sein. In der Regel handelt es sich bei den Anpassungen nur um ein Auf- oder Abrunden der ersten Kommastelle. Die allermeisten Höhenangaben werden daher nur eine Abweichung von 1-2 m haben. Für die wichtigsten Berggipfel kommen noch andere Messmethoden zum Einsatz, insbesondere wenn sie mit Vermessungspunkten (sog. Triangulationspunkten) markiert sind. Bei solchen ist daher nicht davon auszugehen, dass grössere Abweichungen auftreten werden.

Mit der Herstellung der neuen Landeskarte wird bei den geografischen Bezeichnungen konsequent auf die Inhalte der geografischen Namen aus dem Topografischen Landschaftsmodell TLM umgestellt. Das TLM bezieht soweit möglich und sinnvoll die geografischen Bezeichnungen aus den amtlichen Grundlagen der jeweils verantwortlichen Stelle. Aus diesem Grund können sich Veränderungen gegenüber der bisherigen Landeskarte ergeben. Die Gemeinde- und Siedlungsnamen stammen vorwiegend aus nationalen Quellen. Bei Flur-, Gelände- und Gebietsnamen wird grundsätzlich auf kantonale Quellen zurückgegriffen. Die zuständigen kantonalen Behörden legen dabei in Zusammenarbeit mit den kantonalen Nomenklaturkommissionen und den Gemeinden die Schreibweise der geografischen Namen fest. Die wichtigsten Bezeichnungen und die dafür hauptsächlich verwendeten Quellen:

  • Gemeindenamen: Amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz (Bundesamt für Statistik)
  • Siedlungsnamen: Amtliches Ortschaftenverzeichnis mit Postleitzahl und Perimeter (Bundesamt für Landestopografie) 
  • Eidg. Gebäude- und Wohnungsregister (Bundesamt für Statistik)
  • Flurnamen, Geländenamen, Gebietsnamen: Amtliche Vermessung (kantonale Vermessungsaufsichten) 
  • Landeskarte (Bundesamt für Landestopografie)
  • Bahnstationen: Liste der Stationsnamen DIDOK (Bundesamt für Verkehr)
  • Gewässer: Hydrologischer Atlas der Schweiz (Bundesamt für Umwelt, Geografisches Institut der Universität Bern)
  • Berggipfel: Landeskarte (Bundesamt für Landestopografie) 
  • Amtliche Vermessung (kantonale Vermessungsaufsichten)
  • Areale und Bauten: Nutzungsareale wie Spitalareale oder historische Areale werden nach offizieller Schreibweise, gemäss Listen und Inventaren bezeichnet

Die Schreibweise in der neuen Landeskarte entspricht derjenigen der verwendeten Quelle. Daraus kann sich ergeben, dass beispielsweise ein Bach und ein Flurname mit gleicher Bezeichnung unterschiedlich geschrieben werden (Beispiel: der Roggenhuserbach verläuft im Roggehuser Täli). 

Nachteile würden sich ergeben, indem mit der bisherigen Technologie wenig flexible Daten weiter mit hohem Aufwand aktualisiert werden müssten, ohne dass sich Mehrwerte erzielen liessen. Längerfristig könnte swisstopo die Bedürfnisse der Nutzer an eine moderne Geodateninfrastruktur für die Schweiz und auch international nicht mehr erfüllen.

Alle Landeskarten der Schweiz können mit ihren jeweiligen Ausgaben auf  map.geo.admin.ch angesehen werden.  

Nein. Die neue Landeskarte wird automationsunterstützt produziert, d.h. die einfachen Arbeiten erledigt bereits der Computer. Kartografinnen und Kartografen resp. Geomatikerinnen und Geomatiker übernehmen mit ihrem Know-how beim Aufbau vor allem komplexe Aufgaben, die die Software nicht automatisch erledigen kann sowie die Qualitätssicherung. Auch bei der Gestaltung von aus der Landeskarte abgeleiteten Produkten ist das Fachwissen unabdingbar. Dies sind Kernkompetenzen von swisstopo und machen die einzigartige Qualität der Karten aus.

Bereits 1994 und 1998 hat sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von swisstopo, des Instituts für Kartografie der ETHZ und dem Geografischen Institut der Universität Zürich mit der Überarbeitung der Kartengrafik der Landeskarte 1:25‘000 befasst und Vorschläge erarbeitet. Kleinere Anpassungen sind in die laufende Nachführung mit CAD-Technik eingeflossen. 
Eine grössere Revision wurde auf einen späteren Neuaufbau vertagt und erst wieder mit den Kartenproben 2005/2006 für die neue Landeskarte aufgegriffen. Die Rückmeldungen aus dieser Vernehmlassung von verschiedensten Stellen sind in die anschliessende Umsetzung eingeflossen. 
Vor der Publikation der ersten Blätter wurde mit dem neuen Kartenblatt Aarau 1:25‘000 im Jahr 2013 erneut eine Umfrage bei über 100 Nutzern aus Verwaltung, Militär, Hochschulen und Schulen, Wirtschaft, Handel und bei Privaten durchgeführt. Die Ergebnisse dieser umfangreichen Arbeit zeigen, dass die Anpassungen in der grafischen Darstellung breit abgestützt sind und die Änderungen von sehr vielen Nutzern begrüsst werden.

Die Darstellung der Bahnen erfolgt zukünftig durchgängig über alle Massstäbe gleich. Die rote Farbe hat sich bereits bei den kleineren Massstäben (1:200‘000-1:1 Mio) bewährt und schafft eine bessere Gliederung und Lesbarkeit des Verkehrsnetzes insbesondere in stark bebauten Gebieten. Die Beschriftung der Bahnhöfe entspricht einem grossen Wunsch der Benutzer, da oftmals die Namen in der Nachbarschaft nicht unmittelbar dem offiziellen Bahnhofsnamen entsprechen. Mit der Beschriftung wird darüber hinaus die Gleichbehandlung gegenüber anderen Verkehrsträgern wie z.B. den Autobahnen gewährleistet.

Die Waldgrenzen im Mittelland sind häufig durch Wege oder Strassen begrenzt. In den alpinen Regionen ist die Waldgrenze oft schwierig zu ermitteln oder von der Verbuschung abzugrenzen. Unter Berücksichtigung, dass einzelne Baumsorten innerhalb eines Nachführungszyklus von 6 Jahren bis zu 3-4m wachsen können ist es näher an der Realität wenn man auf die scharfe Grenzdarstellung verzichtet.

Durch das violette Farbband können die Grenzen viel besser erkannt und gelesen werden. In der alten Karte waren die schwarz eingezeichneten Grenzen schwierig zu erkennen.

Nein. Markierte Wanderwege sind in diesen Karten, dort wo sie sichtbar sind, als normale Wege eingezeichnet. Im Gebiet der bisherigen 4 erschienen neuen Kartenblätter bestehen in wenigen Einzelfällen kurze Abschnitte markierter Wanderwege, die im Gelände nicht sichtbar sind. Deshalb sind diese Abschnitte in der neuen Landeskarte 1:25‘000 nicht enthalten. In online/mobile-Anwendungen und Portalen wie z.B. geo.admin.ch sind die Wanderwege als Thematik jedoch vollständig vorhanden.

Nein. Wegspuren, die im Gelände sichtbar sind, werden unabhängig davon ob auf ihnen eine Wanderroute verläuft oder nicht weiterhin dargestellt. Das können auch im Gelände gut sichtbare Trampelpfade sein.

Für swisstopo ist es wichtig, dass der Benutzer eindeutig aus der Karte interpretieren kann, ob es sich bei dem dargestellten Verlauf um eine sichtbare Spur oder um eine Route handelt, die im Gelände nur mit Zeichen markiert ist. Gegenüber der alten Landeskarte entsteht so eine grössere Klarheit bei der Anwendung der Karte in der Praxis.

Ja, die Karte ist in vektorieller Form verfügbar: Swiss Map Vector 25

Neue Wanderkarte 1:50 000

Nein. Der Preis bleibt unverändert bei 22.50 Franken pro Karte. Die neuen Wanderkarten lösen die bisherigen Wanderkarten im Massstab 1:50'000 ab. Dabei ändert die Ausgestaltung der Karte (modernere Kartengrafik, Papierformat, ergänzende Informationen), jedoch bleibt die Produktausprägung (Kartenausschnitt, Massstab und Blattschnitt) identisch.

Die neue Wanderkarte wurde, gestützt auf eine breite Kundenumfrage, umfangreich überarbeitet. Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer favorisierte eine Wanderwegdarstellung, welche mit der Signalisation in der Natur assoziiert. So erscheinen die Wanderwege neu in den Farben Gelb-Rot-Blau. Die rote Signalisierung der Bergwanderwege wäre von einer roten ÖV-Signatur, so wie in der normalen Landeskarte enthalten, nicht mehr gut unterscheidbar. Der ÖV wurde deshalb violett eingefärbt, dies wegen der deutlichen Unterscheidbarkeit zu den anderen Kartenelementen.

Die Wanderkarten 1:33'333 decken beliebte Wanderregionen ab, haben ein handliches Format von 17.5 x 11 cm, sind doppelseitig bedruckt und durch den vergrösserten Massstab besonders gut lesbar. Die Wanderkarten 1:50'000 erscheinen im Blattschnitt der Landeskarte 1:50'000 und decken das ganze Landesgebiet ab. Das Format ist mit 22 x 11 cm etwas grösser als dasjenige der Wanderkarten 1:33'333. Die Wanderwege sind nach Kategorien in den Farben Gelb, Rot und Blau enthalten und werden durch Piktogramme ergänzt.

Für die gedruckte Wanderkarte werden die Daten des Digitalen Kartografischen Modells (DKM) genutzt. Dank diesen vektoriellen Daten lässt sich die Wanderthematik direkt in die Grundkarte integrieren und ein innovatives Kartenbild erzeugen. Dieser Mehrwert bleibt aktuell den Käufern des gedruckten Produktes vorbehalten. Im Datenviewer erfolgt die Darstellung der Wanderwege überlagernd, dafür können diese in unterschiedlicher Intensität angezeigt oder ganz ausgeblendet werden.

Ja, sobald die erforderliche Grundlage in der entsprechenden Region vorhanden und die Nachfrage gegeben ist, werden auch die Wanderkarten der Serie im Massstab 1:33'333 in der neuen Kartengrafik erscheinen.

Der wichtigste Unterschied ist die Datengrundlage. Die neue Wanderkarte basiert auf Vektor- und nicht mehr auf Rasterdaten. Dieser technologische Fortschritt erlaubt es, die Kartenelemente nach Wunsch zu verändern. Die Wanderthematik kann in die Grundkarte integriert werden und wird nicht darübergelegt. Ein Weg, auf dem beispielsweise ein signalisierter Bergwanderweg verläuft, wird in der Karte nicht mehr schwarz mit einem roten Überdruck, sondern mit einem kräftigen Rot gezeigt. So können die Wanderwegkategorien leicht herausgelesen werden und assoziieren farblich mit der Signalisation in der Natur. In einem Kartenobjekt können deshalb mehrere Informationen dargestellt werden, ohne das Kartenbild stark zu belasten oder die Lesbarkeit zu beeinträchtigen. Die neue Darstellung gibt Auskunft über die Strassen-/Wegbreite, die Belagsart und die Schwierigkeit der Route. Zusammen mit den detaillierten topografischen Informationen kann auf einfache Weise ein Höchstmass an zuverlässigen Informationen aus der Karte entnommen werden. Ergänzt werden die Wanderrouten mit beschrifteten Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und spezifischen Informationen, welche als Piktogramme ersichtlich sind. Exklusive Wandervorschläge sind ebenfalls neu auf der Karte vorhanden und auf der gleichen Blattseite ersichtlich.

Die drei Farben Gelb-Rot-Blau visualisieren die offiziellen Schwierigkeitsstufen der Schweizer Wanderwegkategorien, welche in der Natur in der entsprechenden Farbe signalisiert sind. Gelb=Wanderweg, Rot=Bergwanderweg, Blau=Alpinwanderweg

Ja, die Standard-Blattgrösse bleibt identisch. Bei Randblätter mit Auslandanteilen wird es geringe Anpassungen am Perimeter geben.

Die neue Wanderkarte wird innerhalb der nächsten drei Jahre flächendeckend über die ganze Schweiz verfügbar sein. Zu welchem Zeitpunkt das entsprechende Kartenblatt voraussichtlich vorhanden sein wird, ist in der folgenden Grafik ersichtlich:

Publikationsjahr neue Wanderkarte 1:50 000
Publikationsjahr neue Wanderkarte 1:50 000

Publikationen

Dokumente

  • Zeichenerklärung
    Faltprospekt im Format A5 für die Massstäbe 1:10 000, 1:25 000, 1:50 000 und 1:100 000. Darin sind alle Zeichen und Symbole enthalten, die zum richtigen Kartenlesen notwendig sind.
    PDF, 12 Seiten, 4 MB, Deutsch
  • Flyer Neue Landeskarte der Schweiz
    Faltprospekt im Format A5: zeigt, erklärt und illustriert die neue Landeskartengrafik (NLK).
    PDF, 10 Seiten, 5 MB, Deutsch
  • Infoblatt Neue Landeskarte 1:25 000
    Stand des Aufbaus der neuen Landeskarte der Schweiz.
    PDF, 1 Seiten, 3 MB, Deutsch
  • Infoblatt Neue Landeskarte 1:50 000
    Stand des Aufbaus der neuen Landeskarte der Schweiz.
    PDF, 1 Seiten, 2 MB, Deutsch

Bundesamt für Landestopografie swistopo Seftigenstr. 264
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